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26. 05. 2012
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Kölner Waldlabor ist eröffnet


21.03.2010 22:24 von:

Schlagwörter: Köln,Waldlabor,Pflanzung,Oberbürgermeister,Toyota,RheinEnergie,2010,Eröffnung,Sp

In Verlängerung der Bachemer Straße liegt zwischen der Waldkante und der Autobahn eigentlich plattes Land. Doch am gestrigen Sonntag tummelten sich hier rund 300 Gäste, viele von ihnen mit Arbeitshandschuhe, wetterfestem Schuhwerk und manche auch mit einer Schaufel bewaffnet. Anlass ist die Pflanzung der ersten Bäume im neuen Kölner Waldlabor. Das entsteht derzeit auf einer Fläche von rund 11,5 Hektar und ist dreigeteilt. Eine Fläche genannt der "Wandelwald" wird dabei von Kölner Spenderinnen und Spendern bestückt. Sie dürften am Wochenende selbst Hand anlegen und ihren eigenen Baum pflanzen. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind bereits 27.000 Euro an Spenden eingegangen, damit ist rund ein Drittel des "Wandelwalds"(3,7 Hektar) finanziert, wie Stefan Palm vom Kölner Presseamt bestätigte. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Spender auf bisher rund 180, weitere Spender sind ausdrücklich willkommen. Die anderen beiden Flächen teilen sich in einen "Klimawald", gesponsert von der benachbarten Toyota Deutschland GmbH, sowie einen "Energiewald", finanziert vom Kölner Energieversorger RheinEnergie AG.

Die ehemals landwirtschaftlich genutzte Fläche wird so wiederaufgeforstet. Noch ist allerdings nicht viel zu sehen. Zwar sind schon einige Reihen Bäume gepflanzt. Doch die "Einjährigen" fallen auf dem weiten Feld gar nicht auf. Und so mussten am gestrigen auch – für alle sichtbar – einige Hochbäume gepflanzt werden. Das wollte sich auch der Oberbürgermeister nicht entgehen lassen. Jürgen Roters griff zur Schaufel, um gemeinsam mit RheinEnergie-Vorstandschef Dr. Dieter Steinkamp und dem Präsidenten von Toyota Deutschland, Toshiaki Yasuda, die ersten Bäume in die Erde zu setzen. Mit einigen Minuten Verzögerung schritt auch sein Amtsvorgänger Fritz Schramma auf den Acker. Auch Vertreter aus dem Stadtrat und der Verwaltung ließen sich blicken, aber der neue Wald gehört den Bürgerinnen und Bürgern, die selbst kräftig Hand anlegten, um ihr persönliches Stück Natur in die Erde zu setzen.

Mit den anderen beiden Waldnutzungen wird gewissermaßen Forschung betrieben. So ist der von Toyota finanzierte "Klimawald" eine Art Feldversuch zur Erkundung, wie sich der prognostizierte Klimawandel auf die Fauna auswirkt. Mit rund 1,5 Hektar ist diese Nutzung die mit der kleinsten Anbaufläche. Exotisch klingende Namen wie Eisbeere, Flaumeiche oder Mehlbeere werden dort angepflanzt, aber auch bekannte Baumsorten wie Walnuss oder Küstentanne. Alle diese Baumarten gelten als besonders trockenheitsresistent. Genau eine solche Klimaänderung wird von Experten in den kommenden Jahren erwartet, hieß es dazu vonseiten der Verantwortlichen. Im Energiewald – mit 6,5 Hektar der größte Teil sollen besonders schnell wachsende Gehölze sprießen. Die RheinEnergie AG pflanzt hier Pappeln, weiden, Robinien und andere schnellwachsende Arten. Geplant ist eine so genannte "Kurzumbewirtschaftung" mit regelmäßigen Holternten. Alle zwei bis fünf Jahre soll geerntet werden. Dadurch sollen bei der Energieerzeugung das Äquivalent von rund 27.000 Litern Heizöl oder umgerechnet in Kohlendioxid 70 Tonnen des klimaschädlichen Gases eingespart werden, so die Verantwortlichen abschließend.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. hat bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ: 370 501 98) ein Spendenkonto eingerichtet. Das Stichwort lautet: "Wald für Köln", die Kontonummer: 100 29 71. Für Beiträge ab 100 Euro gibt es eine Spendenquittung.







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