26. 05. 2012
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Kölner Weiher werden auf Fischbestände untersucht
In den Kölner Parkgewässer soll in den kommenden Tagen und Wochen der Fischbestand erfasst werden. Dazu werden die Mitarbeiter des Kölner Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen die Methode des Elektrofischens anwenden. Die Bestandsanalyse beginnt am morgigen Donnerstag am Aachener Weiher. Es folgen Decksteiner und Kalscheurer Weiher, die Gewässer im Blücher- und Klettenbergpark, im Mülheimer Stadtgarten, im Stadtwald, im Volksgarten und ein Weiher, der noch nicht feststeht, wie die Stadtverwaltung zu Wochenbeginn bekannt gab. Auch die Gesamtzahl der Fische in den Kölner Kultur- und Naturgewässern soll so besser eingeschätzt werden können.
Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen wird die Fische aber nicht selbst einfangen. Vielmehr hat die Fachverwaltung den Rheinischen Fischereiverband und den Cölner Angel- und Gewässerschutzverein mit dem Elektrofischen beauftragt. Ein Teil der gefangenen Fische wird in anderen Gewässern wiederausgesetzt, jedoch nicht in Teichen von städtischen Grünanlagen. Verband und Verein bedienen sich der Methode der Elektrofischerei. Dabei setzen die Fischer das Gewässer für kurze Zeit unter Gleichstrom. Die Spannung betäubt die Fische schwach und sie können leicht eingefangen werden. Die Elektrofischerei gilt als sanfteste Art des Fischfangs, die strengen Regelungen unterliegt. Bei sachgerechter Anwendung erleiden weder Tier noch Mensch irgendwelche Schäden, versichern die Verantwortlichen.
Im vergangenen Jahr erregte ein Fische- und Vogelsterben am Aachener Weiher öffentliches Aufsehen. Die Tiere verendeten, weil sich in den tiefen Schichten und aufgrund einer längeren Hitzeperiode giftige Bakterien stark vermehrten. Auch wenn die Verantwortlichen betonten, dass dieses Phänomen für den Menschen ungefährlich ist, gab es heftige Kritik an der Stadtverwaltung. Die Feuerwehr musste zwischenzeitlich Trinkwasser in hohen Fontänen in den Aachener Weiher leiten, damit insbesondere die Fische genügend Sauerstoff bekommen und nicht weiter abstarben. Glücklicherweise endete die Hitzeperiode des vergangenen Sommers wenige Tage nach der Aktion. Um zukünftig solche öffentlichen Auseinandersetzungen auf eine gemeinsame Informationsbasis zu stellen, will das Amt nun ein ökologisches Konzept erarbeiten. Das soll noch in diesem Jahr der Kommunalpolitik vorgestellt werden.


























