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26. 05. 2012
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Kölner Zoo plant Umbau für 100 Millionen Euro


22.03.2011 20:50 von:

Schlagwörter: Köln,Zoo,Masterplan,Grizzly,Bonobo,Gorilla,Alpaka,Bison,Afrika,Tierhaltung,2011,

(ehu) Ob Grizzly, Bison oder Alpaka – ihre Tage im Kölner Zoo sind langfristig gezählt. Sie passen nicht mehr in die Zukunft, wie sie der neue Masterplan "Begeistert für Tiere" vorsieht. Der Aufsichtsrat der Zoo AG hat ihn genehmigt, an der Zustimmung des Vorstands gibt es keine Zweifel. 100 Millionen Euro, so erste Schätzungen, wird die Umsetzung der kühnen Pläne in den nächsten 30 Jahren kosten.

Zur Zeit liegt Köln in der Rangliste der beliebtesten deutschen Zoos an dritter Stelle. Die Konkurrenz rüstet nach, da muss man mithalten. Außerdem sind die Anforderungen an die Tierhaltung gewachsen, die Besucher haben höhere Ansprüche. Köln will deshalb seine Stärken – so weit möglich – weiter ausbauen: zentrale Lage, Parklandschaft, viele Bäume, naher Zugang zu den Tieren, aber auch artgerechte Haltung und Teilnahme an zahlreichen Zuchtprogrammen für gefährdete Tierarten. Diese Stärken sollen ausgebaut werden.

Viele Tiere müssen "umziehen" und dann mit neuen Nachbarn das Gehege teilen

Der Verzicht auf einzelne Tierarten schafft den verbleibenden mehr Platz. Diese sollen künftig "tiergeografisch" zusammengefasst werden, wie es Zoodirektor Theo Pagel nennt. Besonders die Tierwelt von Afrika, Asien und Südamerika wird präsentiert. Für Bonobos und Gorillas bedeutet das den Umzug vom Affenhaus in die "Kongo-Region". Giraffen, ANtilopen und Spitzmaulnashorn werden ein gemeinsame Auslauffläche erhalten. Für Südamerika wird es einen "Neubürger" geben: Die Anschaffung eines Jaguars ist geplant. Der soll sich – abwechselnd natürlich – sein gehege mit Amazonas-Affen teilen. Die Gerüche, die sie hinterlassen, halten die jeweils andere Tierart aktiv, erklärt Pagel.

Ganz neu wird die "Klimarktis" sein: Heimat unter anderem für Tiere, die vom Klimawandel bedroht sind. Hierin werden Pinguine und Moschusochsen umziehen. Dazu Walrosse – auch das eine Neuheit. Platz finden soll diese Anlage auf dem bislang ungenutzten "Vorplatz" zur Inneren Kanalstraße. Noch gehört das Gelände der Stadt, aber Jürgen Roters kann da als Aufsichtsratsvorsitzender mit sich selber als Oberbürgermeister der Stadt verhandeln: "Es sind nur noch Formalitäten zu Erbpacht und Pachtzins zu klären."

Endlich kann der Zoo seine Fläche um zwei Hektar vergrößern

Der Zoo gewinnt dadurch die Fläche von zwei Fußballplätzen hinzu, da gleichzeitig der bisherige EIngang von der Stammheimer Straße aus geschlossen und das dort liegende Zoo-Restaurant zu einem "anspruchsvollen Imbiss" verkleinert wird.

Erste Baumaßnahme soll schon im nächsten Jahr der Umbau des bisherigen Eingangs am Riehler Gürtel sein. Man greift dabei auf einen schon vor einigen Jahren abgeschlossen Architekten-Wettbewerb zurück. Im Paket ist ein neuer Spielplatz, ein Rinderstall und das neue Zoo-Restaurant mit je 300 Sitzen für Innen- und Außengastronomie. Das jetzige Restaurant bietet nur knapp 130 Gästen Platz. Außerdem entsteht hier ein neues Verwaltungsgebäude. Pagel ist überzeugt, dass die erforderlichen 12 Millionen Euro durch Sponsoren und Spenden zusammenkommen.

Mit konkreten Projekten sollen leichter Sponsoren gewonnen werden, so die Hoffnung

Ist dieses Teilprojekt fertig, kommt der bisherige Haupt-Eingangsbereich an die Reihe. Zugang wird dann nur noch von der Riehler Straße aus sein. In unmittelbarer Nachbarschaft werden die Zooschule und ein Bauernhof mit Zooschule entstehen. In welcher Reihenfolge der Masterplan aber letztlich umgesetzt wird, hängt davon ab, welche Sponsoren bereit stehen. Doch ist man überzeugt, diese durch konkrete Projekte leichter zu gewinnen. "Einen Sponsor für den Jaguar können wir uns schon vorstellen", lachte Pagel, als er den Masterplan am Dienstag vorstellte.







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