Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





26. 05. 2012
Seite drucken

Königlicher Besuch in Köln


17.10.2009 11:32 von:

Schlagwörter: Köln,Hildegardis,Krankenhaus,Einweihung,Demenzstation,Königin,Silvia,Schweden

Die Königin kam ein wenig spät, aber sie kam. Rund 100 Schaulustige waren vor das Kölner Hildegardis-Krankenhaus gekommen, um die schwedische Königin mit eigenen Augen zu sehen. Und sie enttäuschte ihre Anhänger nicht. Im royalen Violett und mit freundlicher Miene begrüßte die Frau von König Carl XVI Gustav die fahnenschwenkenden Anhänger des deutschstämmigen schwedischen Staatsoberhaupts. Der Besuch der schwedischen Königin hatte jedoch einen ebenso erfreulichen, wie ernsten Hintergrund. In dem Kölner Krankenhaus, das in Trägerschaft der Malteser steht, eröffnete Silvia von Schweden eine eigene Station für Demenzkranke. Auch der scheidende Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma, und die Gesundheitsdezernentin Marlis Bredehorst sowie die komplette Führungsriege der Malteser freuten sich auf den Besuch.

"Köln ist Zentrum mit Vielzahl von Angeboten für Demenzkranke", erklärte Schramma bereits im Vorfeld der Eröffnung. Was nun mit königlicher Unterstützung eröffnet wurde, hat allerdings wegweisenden Charakter. Die Station ist die erste ihrer Art in einem Krankenhaus der Grundversorgung, wie die Verantwortlichen betonten. Die Malteser beschreiten damit eigener Aussage zufolge einen völlig neuen Weg in der Versorgung demenzkranker Menschen. Vorbild für die Station sind Einrichtungen der 1996 auf Initiative der schwedischen Königin gegründeten Stiftung "Silviahemmet" (Silviaheim). Die Stiftung hat ein umfassendes Konzept zur Begleitung und Versorgung Demenzkranker und ihrer Angehöriger entwickelt. Auf diese Erfahrungen konnten die Malteser bei der Gestaltung der Station und der Schulung der Mitarbeiter durch eine Kooperation mit der königlichen Stiftung zurückgreifen. Der Bedarf wird von den Verantwortlichen als hoch eingestuft. Bis zum Jahr 2015 geht die Kölner Gesundheitsverwaltung von bis zu 31.500 Demenzkranken aus mit steigender Tendenz.

"Die Kooperation der Malteser mit der königlichen Stiftung Silviahammet wirkt sich sehr positiv für Köln aus. Wir sind stolz, dass Köln als erste Stadt in Deutschland einen so innovativen Schritt in einem Krankenhaus der Grundversorgung vollzieht und danken Königin Silvia für ihren Besuch", so Schramma weiter. Auch Gesundheitsdezernentin Bredehorst freute sich auf den Besuch des hohen Gastes. "Köln hat allerhand vorzuweisen. Die Stadt und eine Vielzahl von engagierten Anbietern ambulanter Hilfen setzen sich dafür ein, dass möglichst viele Kölnerinnen und Kölner mit Hilfe ihrer Angehörigen so lange wie möglich selbst bestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben können", so die Beigeordnete im Vorfeld des Besuches. Zum akuten Hilfe gibt es in der Domstadt neue Wohnformen, die sich auf die Betreuung der an Demenz erkrankten Menschen spezialisiert haben, führte Bredehorst weiter aus. Erklärtes Ziel der Kölner Verantwortlichen aber sei es, dass die Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben können.

Zu den Angeboten für die Demenzkranken zählen die Verantwortlichen der Stadt zudem die umfangreichen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Erforschung von altersbedingten Erkrankungen. Mit dem Exzellenzcluster CECAD bietet die Stadt, gemeinsam mit der Uni Bonn und dem Forschungszentrum Jülich, einen in Deutschland einmaligen Forschungsverbund, der schon jetzt für den Wissenschaftsstandort Köln eine Menge positiver Resonanzen gebracht hat. Zudem entsteht derzeit in Bonn das Deutsche Zentrum für die Erforschung Neurogenerativer Erkrankungen (DZNE). Auch diese Einrichtung wird auf die Domstadt ausstrahlen, sind sich die Stadtoberen sicher. Dem Thema Demenz stelle man sich aber auch durch aktive Öffentlichkeitsarbeit. So finden unter anderem vom 26. Oktober bis 6. November 2009 die zweiten Kölner Demenzwochen statt. Sie werden vom Demenzservice-Zentrum für die Region Köln und das südliche Rheinland sowie der Alzheimer Selbsthilfe e.V. organisiert und bieten insgesamt 80 Veranstaltungen zum Thema Demenz, angefangen von Informationen über medizinische Grundlagen, Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche und therapeutische Einflussmöglichkeiten über Wohnformen und rechtliche Aspekte bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement, ethischen Fragen und Kultur. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes übernommen.

Informationen zu den zweiten Kölner Demenzwochen finden Sie auf der Internetseite: www.koelner-demenzwochen.de Eine Broschüre zu den Betreuungsangeboten für Demenzkranke in der Domstadt finden Sie auf den städtischen Internetseiten unter: www.stadt-koeln.de/2/soziales/wegweiser-demenz. Auch per Telefon helfen Mitarbeiter der Stadt in akuten Fällen sowie bei Fragen zu diesem Thema. Das städtische Beratungstelefon steht unter der Rufnummer: 0221 / 221 – 27400 für Auskünfte bereit.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse