25. 05. 2012
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KVB: Sicherheit ist ein zentrales Anliegen
Das jüngste Kundenbarometer der Kölner Verkehrsbetriebe AG KVB und Umfragen der Kölner Polizei haben gezeigt. Das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste in Bussen und Bahnen wird zu einem immer wichtiger werdenden Aspekt im ÖPNV. Dem muss sich auch die KVB stellen. Trotz enger finanzieller Spielräume wollen die Verantwortlichen die derzeit 92 Beschäftigten, die explizit mit dem Thema Fahrgastsicherheit betraut sind, flexibler als bisher einsetzen. Neben der höheren Präsenz von KVB-Personal in den Zügen und an den Stationen sollen auch technische, bauliche und sonstige Maßnahmen das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste erhöhen, wie die Verantwortlichen am heutigen Donnerstag ausführten. Das Problem des subjektiven Sicherheitsempfindens spiegelt sich übrigens kaum in der tatsächlichen Entwicklung der registrierten Straftaten in den Bussen und Bahnen wider. Hier stellte die Polizei bei allerdings steigender Tendenz bei den gesamten Straftaten eine Stagnation der Straftaten an und in den Einrichtungen des ÖPNV fest. Zuletzt lag der Anteil der Vorfälle, die im Zusammenhang mit dem ÖPNV stehen, bei deutlich unter zwei Prozent. Lediglich in den Jahren 2001 und 2002 überstieg dieser Anteil die Zwei-Prozent-Marke. Das aber lag am vermehrten Aufkommen von Taschendiebstählen in jenen Jahren.
Besserung aus Kundensicht
Seit dem Jahr 2002 haben die Verantwortlichen der KVB bereits einiges erreicht. In den damaligen Umfragen zur Kundenzufriedenheit wurden insbesondere der Aspekt des (subjektiven) Sicherheitsempfinden in den Abend- und Nachtzeiten mit einer Durchschnittsnote von annähernd 3,8 bewertet. Damit lag dieser Wert unter allen 31 abgefragten Aspekten auf dem abgeschlagenen letzten Rang. Auch beim Sicherheitsempfinden bei Tage kam die KVB über ein durchschnittliches befriedigend nicht hinaus. In der letzten Umfrage Mitte dieses Jahres lagen die Noten bereits deutlich besser. So wurde die Sicherheit bei Nacht mit einer 3,2 und die bei Tage mit fast 2,6 bewertet. Köln liege damit zudem über dem Durchschnitt der VRS- und NRW-weiten Befragungswerte, wie KVB-Vorstand Walter Reinarz betonte. Aber trotz des positiven Trends sieht Reinarz Handlungsbedarf. "Wir haben ein Riesenproblem, wenn wir Sicherheit nicht als Unternehmensaufgabe ansehen", erklärte der KVB-Vorstand. Neben KVB-Mitarbeitern wünschen sich die Kunden allerdings auch eine verstärkte Präsenz von uniformierter Polizei in den Zügen und Bussen der Verkehrsbetrieben. Das eigene Personal, und das war die zentrale Aussage der Verantwortlichen, soll zukünftig wesentlich flexibler einsetzbar sein. Neben den 38 hauptamtlichen Bahnhofsmanagern, stehen zusätzlich 18 Zugbegleiter bereit, um als Einsatzteams in den besonders frequentierten Stadtbahnen Präsenz zu zeigen. Weitere 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind überdies in mobilen Teams unterwegs und werden bei konkreten Hinweisen eingesetzt. Damit die Zugbegleiter nicht mehr so militärisch wirken, wurden die Baretts durch formschönere Schirmmützen ersetzt. Das alles habe im Einvernehmen mit den betroffenen Beschäftigten stattgefunden, wie der designierte Bereichsleiter Fahrgastservice, Detlev Friesenhahn, erläuterte.
<Auch heute schon gebe es in den Zügen der Stadtbahnlinien fast lückenlose Videoüberwachung. Die Überwachung der Bahnsteige und Stationen sei jedoch aufgrund der Datenschutzbestimmungen in NRW nicht so ohne Weiteres möglich, wie der amtierende Bereichsleiter Dr. Dietmar Ross erklärte. Lediglich zur Beweissicherung können solche Überwachungsaufnahmen herangezogen werden. In den Bahn selbst stellt die Überwachung allerdings kein Problem dar. Zuletzt konnte die Polizei mehrere Fahndungsfotos aus solchen Überwachungskameras veröffentlichen, "mit durchschlagendem Erfolg", wie Ross beteuerte. Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld seiner Abteilung sei die Vermeidung von so genannten "Angsträumen", unübersichtlichen und schlecht ausgeleuchteten Ecken und Winkeln an Haltestellen und ihren Zugängen. Hier habe sich das Aufstellen zusätzlicher Leuchten als positiv herausgestellt. Aber auch einfache Maßnahmen wie visuelle oder akustische Signale oder das Betätigen einer Notbremse seien wirksame Mittel, um in Notsituationen richtig zu reagieren, wie Ross bestätigte.
Die von der KVB vorgestellte Flexibilisierung der Dienstpläne koste zunächst einmal kein Geld. Zwar ist der klassische Schaffner, der in jeder Bahn mitfahren soll, sicher die beste Lösung. Nur ist diese Lösung eben unbezahlbar. Mit Interesse habe man daher die jüngsten Forderungen des designierten Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters zur Kenntnis genommen. Der hatte sich für zusätzliche Stellen im Bereich der Fahrgastsicherheit stark gemacht. Konkret ist das noch nicht, aber die entsprechenden Ratsvorlagen erwarten die KVB-Verantwortlichen mit großem Interesse, so Vorstandsmitglied Reinarz abschließend.


























