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26. 05. 2012
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Makindu ist der Liebling im Giraffengehege


16.07.2009 13:41 von:

Schlagwörter: Köln,Zoo,Giraffe,Nachwuchs,Makindu,Zuchtprogramm,Afrika,Savanne

In der freien Natur sind die Netzgiraffen vor allem in den Savannengebieten des afrikanischen Kontinents verbreitet. Trotz Schutzprogramme und Nationalpark geht der Bestand von derzeit rund 36.000 allerdings zurück. Hauptgrund für die rückläufigen Bestände sind die zunehmenden Siedlungsvereinnahmungen durch Menschen. Ähnlich wie bei anderen großen Säugetierrassen brauchen auch Giraffen ein riesiges Einzugsgebiet, denn sie ernähren sich vorwiegend von den jungen Trieben der Akazienbäume. Mit ihrer langen blauen Zunge umfassen die erhaben wirkenden Säugetiere, die bis zu 5,80 Meter groß werden können, die hohen Zweige der Akazienbäume und rupfen deren Triebe geschickt herunter, ohne sich an den scharfen Dornen der Bäume zu verletzen. In den europäischen Zoos gibt es derzeit etwas mehr als 100 dieser baumhohen Savannenbewohner mit steigender Tendenz. Nicht zuletzt der Kölner Zoo trägt dazu einen erheblichen Anteil. "In den vergangenen 18 Monaten kamen bei uns drei Jungtiere zur Welt", erläuterte Zoodirektor Theo Pagel beim heutigen Pressetermin.

Zwischenzeitlich wuchs die Zahl der Tiere im Kölner Zoo sogar auf acht heran. "Das war uns etwas zu eng, so haben wir zwei Tiere abgegeben", begründete Pagel die Maßnahme. Als wahrer Glücksfall für das Giraffenzuchtprogramm der europäischen Zoos entpuppt sich der "Hahn im Korb", Giraffenmann "Maru". Er scheint besonders fruchtbar zu sein und auch dem Liebesakt nicht abgeneigt, wie Pagel mit einem Augenzwinkern anmerkte. Der Giraffenbulle kam vor einigen Jahren aus dem Kopenhagener Zoo nach Köln und lebt jetzt mit zwei Giraffendamen und drei Jungtieren im Freiluftgehege. Das teilen sich die Netzgiraffen mit einem Dutzend Impala-Antilopen. Auch diese Säugetiere leben in Afrika und dort vorwiegend in Savannengebieten.

Giraffendamen tragen ihre Babys 14 bis 15 Monate aus. Eine besondere Herausforderung hat die Natur für den Geburtsvorgang vorgesehen. Die Jungtiere fallen trotz entsprechend weit auseinander gespreizter Beine des Muttertier aus rund zwei Meter in ihr neues Leben. Bei seiner Geburt sind die Jungtiere bereits 1,80 Meter groß. Aufgrund ihrer enormen Größe sind Giraffen auch sonst bemerkenswerte Tiere. Ihr Herz wiegt zwölf Kilogramm und muss frisches sauerstoffreiches Blut in fast sechs Meter Höhe pumpen. Der lange Hals besteht wie bei anderen Säugetieren auch aus lediglich sieben Halswirbeln, die allerdings stark verlängert sind. Im Gegensatz zu den meisten anderen Landlebewesen haben Giraffen einen vergleichsweise hohen Blutdruck, bis zu 60 Liter Blut muss der Kreislauf der Giraffen durch den Körper pumpen. Und trotz ihrer behäbigen Bewegungen, sind die Tiere keineswegs langsam. Im schnellen Galopp sind die Tiere bis zu 50 km/h schnell. Für Zoodirektor Pagel jedenfalls sind die Giraffen eine Erfolgsgeschichte. "Das ist das Ergebnis einer naturnahen Haltung und der engagierten Mitarbeiter", lobte der Zoochef abschließend die Arbeit seines Teams.







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