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25. 05. 2012
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Neue Dom-Stiftung greift nach den Sternen


10.10.2011 17:33 von:

Schlagwörter: Köln,Dom,Stiftung,Domkapitel,WDR,Domprobst,UNESCO,Weltkulturerbe,Piel,2011,Oktob

(ehu) Als Vorstandsvorsitzende der neuen „Kulturstiftung Kölner Dom“ machte Monika Piel gleich Nägel mit Köpfen: Die WDR-Chefin spendete 5000 Euro. Dafür wird ihr Name in mit bronzenen Buchstaben in einem kleinen Granitstern verewigt, der vor dem Nordportal der Kathedrale in den Boden gepflastert wird. Vorstandskollege Alexander Wüerst, von Beruf Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln, versprach, es ihr sofort nachzumachen. Das Geld dient dazu, den Erhalt des Domes zu sichern – ganz im Sinne der Stiftung.

Damit wird eine Idee von Domprobst Dr. Norbert Feldhoff umgesetzt, die vor zwei Jahren am Widerstand von Kölner Politik und Verwaltung gescheitert war. Damals sollten 11.000 solcher Sterne ins Pflaster des Roncalliplatzes versenkt werden. Da könnte ja jeder kommen, hieß es, und außerdem lasse es die Statik der unter dem Platz liegenden Tiefgarage nicht zu. Nun also ein neuer Anlauf für das Projekt „11.000 Sterne für den Kölner Dom“.

Mit dem neuen Sterneprojekt bewegt sich das Domkapitel auf sicherem, nämlich eigenem Gelände

Dem Domkapitel half dabei ein Blick in die Akten und eine neue Landvermessung. Und siehe da: Ringsum den Dom zieht sich ein unterschiedlich breiter Streifen, der das darunterliegende Fundament abbildet. Der gehört der Kirche, da kann sie machen, was sie will – anders als auf dem städtischen Roncalliplatz. Dort werden künftig die Sterne verlegt, allein vor dem Nordportal ist Platz für 1.800. Sobald die ersten 100 zusammen sind, geht‘s los. Die Sterne werden dann in einem Muster verlegt, für das der Boden in der Engelbert-Kapelle des Domes Vorbild ist.

Die Idee zur Stiftung sei im Übrigen schon vor der Sternen-Idee dagewesen, betonte Feldhoff, der ebenfalls im Vorstand sitzt. Zufällig ist es die genau 1000. Stiftung, die im Regierungsbezirk Köln gegründet wurde, wie Regierungspräsidentin Gisela Walsken sagt, als sie am Montag die Gründungsurkunde überreichte. Und ergänzte, das müsse wohl „göttliche Fügung“ sein.

Die Stiftung unterstützt weder Liturgie noch Seelsorge im Kölner Dom, so Domprobst Feldhoff

Die Stiftung ist mit einem Anfangskapital von 250.000 Euro ausgestattet, vom Domkapitel aus einem Nachlass eingezahlt. Spenden willkommen: Wer 5000 Euro spendet, erhält dafür den kleinen Stern aus hellgrauem Granit, für 50.000 Euro einen aus dunkelgrauem Granit. ALles über 5000 Euro wird im übrigen als Zustiftung verbucht und ist damit steuerlich besser absetzbar. Außerdem erhöht sich damit das Stiftungskapital, aus dessen Zinsen die Ausgaben der Stiftung bestritten werden.

Das Geld der Stiftung wird allein für den Erhalt des Domes eingesetzt, für Kunst und Kultur, die mit dem UNESCO-Weltkulturerbe verbunden sind. „Keinesfalls für Liturgie und Seelsorge“, betonte Feldhoff. 33.000 Euro, so hat man ausgerechnet, kosten Erhalt und betrieb des Domes täglich. Davon bringt das Domkapitel 41 Prozent auf, das Erzbistum 16 prozent. 20 Prozent trägt der Zentral-Dombau-Verein allein aus Spenden bei, 14 Prozent kommen aus Mitteln der Lotterie „Spiel 77“. Die restlichen neun Prozent sind öffentliche Gelder, etwa von Land und Stadt.

Auch Leckermäuler können die Stiftung unterstützen – durch reichlich Marzipangenuss

Zur Unterstützung der Stiftung hat der Kölner Schokoladen-Produzent Visser mit Schokoguss überzogene Marzipansterne kreiert. Das halbe Dutzend, hübsch verpackt, kostet 9,99 Euro. Zwei davon gehen an die Stiftung.

Der Kölner Dom ist das Kölner Wahrzeichen schlechthin. Bei einer Umfrage im Jahr 2002 dachten 77 Prozent der befragten zuerst an den Dom, nur 20 Prozent an Karneval. Mit jährlich über sechs Millionen Touristen ist er das meistbesuchte Bauwerk Deutschland – und eines der meistfotografierten der Welt sowieso.







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