26. 05. 2012
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Neue Proteste gegen Atomkraft
(ehu) Rund 1.500 Menschen forderten am Samstag Nachmittag die Atomkraftwerke "sofort und weltweit" abzuschalten. Aufgerufen zu der Kundgebung auf dem Neumarkt hatte das neugegründete "Kölner Antiatom-Plenum". Anschließend zogen sie bei strahlender Sonne durch die Innenstadt zu den Parteizentralen von CDU und SPD sowie zur Siemens-Niederlassung in Ehrenfeld. Der Bau von Atomkraftwerken ist ein wichtiger Geschäftszweig des Industriekonzerns. Als "dem Anlass entsprechend friedlich" kommentierte die Polizei den Verlauf von Kundgebung und Demonstration.
Auf dem Neumarkt forderten Redner die Bundesregierung auf, Maßnahmen zum Energiesparen und den Ausbau regenerativer Energien zu fördern: "Jedem Haus sein Blockkraftwerk, jedem Bauernhof sein Windrad", so die griffige Parole. Atomkraft sei eine "Gelddruckmaschine mit einkalkuliertem Restindustrie". Geduldig hörte man die sich wiederholenden Schilderungen der Atomgefahren und die Angriffe auf Energiepolitik der Bundesregierung an. Auch ein "werdender Großvater" verpasste die Chance, einmal aus Sorge um die Zukunft seiner seine Enkel eine Rede der etwas anderen Art zu halten.
Redner erinnerten an die Verwantwortung der SPD für die deutsche Atompolitik
Vor der CDU-Parteizentrale, den direkten Zugang in die Große Budengasse hatte die Polizei abgesperrt, gab es bei der Demonstration ebenso einen Zwischenstopp mit Reden wie vor der SPD. Hier wurde daran erinnert, dass das erste deutsche Atomkraftwerk in der Zeit der sozialliberalen Bundesregierung ans Netz ging und die Antiatom-Bewegung bei ihren Protesten in Kalkar mit "bürgerkriegsähnlichen" Maßnahmen bekämpft wurde.
Weitere Information zum organisierten Anti-Atomprotest in der Domstadt finden sie im Internet unter: www.antiatomplenum.blogsport.de.


























