26. 05. 2012
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Neue Straßenleuchten für Köln
Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 450.000 Euro sollen rund 550 Leuchten auf drei Kölner Rheinbrücken ausgewechselt und durch energiesparende Modelle ersetzt werden. Mit diesem zukunftsweisenden Konzept hatten sich die Stadt Köln und der für die Straßenbeleuchtung zuständige Energieversorger RheinEnergie AG bei dem Wettbewerb des Bundesumweltministerium beworben. Hinter der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf belegte Köln den zweiten Platz und damit Anspruch auf Fördermittel des Bundes. Über die Höhe dieser Fördermittel schwiegen sich die Beteiligten allerdings aus. Trotzdem sei das Projekt ein großer Erfolg für die Domstadt, wie der Leiter des Kölner Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, Klaus Harzendorf, und der Technik-Vorstand der RheinEnergie AG, Volker Staufert, erläuterten. Eine Woche zuvor nahmen Vertreter der Stadt Köln und des Projektträgers die Auszeichnung des Bundesministeriums in Berlin entgegen.
Steuerung spart Energie – Abdimmen bei wenig Verkehr
Neben dem Einbau neuerer stromsparender Leuchtkörper konzentrierten sich die Projektinitiatoren vor allem auf intelligente Steuerungssysteme. Das dabei vorgelegte Konzept überzeugte offenbar auch die Juroren des Wettbewerbs. Nun soll mithilfe der Bundeszuschüsse die Entwicklungen weiter vorangetrieben werden. Die rund 550 Leuchten, die im Zuge dieses Konzeptes ersetzt werden sollen, werden zunächst nur auf der Zoobrücke, der Severinsbrücke und der Mülheimer Brücke installiert. Sie sollen zu später Nachstunde über ein intelligentes Steuerungskonzept abgedimmt werden, wie der Leiter der Abteilung Öffentliche Beleuchtung bei der RheinEnergie AG, Gerd Kleiker, erläuterte. "Wir dürfen die Straßenbeleuchtung nicht mehr eindimensional denken", stellt RheinEnergie-Vorstand fest. Nach der Sicherheit müssen heute auch ästhetische Aspekte und der Grad an Energieeffizienz beachtet werden. Mit dem vorgelegten Konzept soll immerhin bis zu 50 Prozent des verbrauchten Stroms eingespart werden.
Die Stadt zahlt dabei pro Jahr jeweils rund zehn Millionen Euro an die RheinEnergie AG. In den vergangenen 15 Jahren startete das stadteigene Unternehmen bereits drei Runden, in denen ältere gegen neuere Leuchten ausgetauscht wurden. Nun kommen statt der bisher verwendeten 250 Watt-Leuchten solche mit einer Leistung von 150 Watt zur Anwendung. Das Abdimmen wird kaum Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Autofahrer haben, versprechen die Initiatoren. Verwendet werden moderne Natriumdampf-Hochdrucklampen, die ein gelbliches Licht abstrahlen. Eine Absage erteilten die Experten dem schnellen Einsatz von LED-Leuchten. Erste Prototypen zeigen noch viele Schwächen, zumal sich LED-Leuchten ohnehin nur für bestimmte Anwendungen eignen. "Derzeit ist der Betrieb mit LED-Leuchten noch nicht wirtschaftlich", fasst Amtsleiter Harzendorf die Ergebnisse dieser Studien zusammen. Allerdings werde die Stadt weiter an dieser Technik arbeiten. "Der LED-Technik gehört die Zukunft", so die Einschätzung von Kleiker.
In Köln leuchten derzeit rund 77.000 Leuchten die Straßen, Wege, Plätze und Tunnel aus. Pro Jahr kommen zwischen 200 und 400 dieser Leuchten hinzu. In der Vergangenheit reduzierte die Stadt durch ihr Leuchtenprogramm den Energieverbrauch pro Jahr von 335 auf 287 Kilowattstunden, also um rund 15 Prozent. Allerdings hat sich die Leuchtkraft (gemessen in Lumen) seither deutlich verbessert. Leuchteten die Straßenlampen im Jahr 1991 noch mit 64 Lumen, waren es im Jahr 2007 im Durchschnitt bereits 81 Lumen. Der kontinuierliche Austausch von rund 5000 Leuchten pro Jahr durch stromsparende Modelle ergibt zudem eine Einsparung von 350 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.


























