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27. 11. 2014
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Nicht jeder liebt Muskelkraft und Granulat


07.01.2010 14:42 von:

Schlagwörter: Köln,Schnee,Räumung,schneefrei,Gehwege,Salz,Salzverbot,Sanktion,Ordnungsamt,Ausn

(js) Streu-Sheriffs will das Kölner Ordnungsamt nicht einführen. Wohl aber noch einmal eine Aktion starten, um die Straßenreinigungssatzung bekannter zu machen. Besonders deren Paragraf 5 zur "Winterwartung" scheinen viele nicht zu kennen. Der verbietet – der Umwelt zuliebe – "grundsätzlich" die Verwendung von Salzen und sonstigen auftauenden Stoffen, um die Bürgersteige schneefrei zu halten. Doch beim Gang besonders durch Kölns Einkaufsstraßen zeigt sich: Statt mit Muskelkraft, Besen und Schieber den Schnee zu räumen oder Sand oder Granulat zu streuen, greift jeder Zweite lieber zum Salz.

"Da wird wohl aus Unwissenheit der bequemere Weg gewählt", vermutet Hubertus Tempski, stellvertretender Leiter des Kölner Ordnungsamtes. Aus Erfahrung weiß er: Viele berufen sich, auch wenn das nicht zutrifft, auf erlaubte Ausnahmen. So darf Salz bei Eisregen oder auf Treppen oder Gefällstrecken gestreut werden. "Wir müssen da wohl mehr Aufklärungsarbeit betreiben", kündigte er an. So will er den städtischen Ordnungsdienst auf dieses Problem aufmerksam machen, der dann "unwissenden" Kölnerinnen und Kölner ansprechen soll. Verantwortlich für die Winterwartung ist der Hausbesitzer oder eine von ihm beauftragte Person, bei Wohnhäusern ist das oft der Mieter des Erdgeschosses, bei Geschäftshäusern sind es meist die Ladenbesitzer. Und wer trotzdem am Salz festhält, auf den warten Geldbußen bis zu 500 Euro. Aber das ist für Tempski die Ultima Ratio, außerdem fehlt das Personal zur Ãœberwachung.







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