26. 05. 2012
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Odysseum mit erstem Halbjahr zufrieden
Anfang April öffnete in Köln-Kalk der Abenteuer-Wissenspark Odysseum seine Pforten. Ziemlich genau ein halbes Jahr später zeigten sich die Verantwortlichen mit der Resonanz des Publikums zufrieden. Zwar verlief der September wegen der spätsommerlichen Witterung eher etwas mau, aber dafür habe man in Spitzenzeiten bis zu 3500 Besucher gezählt. "Das erste halbe Jahr war spannend und arbeitsreich", resümierte der Geschäftsführer des Odysseums, Thomas Puy-Brill. In Kundenbefragungen und aus vielen persönlichen Gesprächen habe man zudem eine hohe Zufriedenheit der Kundschaft herausgefunden. Mit regulären Eintrittspreisen von 14 Euro für Erwachsene, 12,50 Euro für Senioren und 7,50 Euro zählt das Odysseum nicht gerade zu den günstigsten Freizeiteinrichtungen. Dafür aber wird jede Menge geboten. Trotz zahlreicher Rabattangebote wie Familienticket, Jahreskarte oder der so genannten "Happy-Hour"-Card (Eintritt ab 15:30 Uhr zum halben Preis) belief sich der durchschnittliche Eintrittspreis pro Besucher auf neun Euro. Die Umsätze lagen mit etwas mehr als 1,6 Millionen Euro damit voll im Plan, wie Puy-Brill und der Geschäftsführer der CSC-Stiftung, Dr. Armin Frey, versicherten.
Auch die anfänglichen Geburtsfehler habe man zum Teil beheben können. Die beiden Verantwortlichen berichteten von Notfallknöpfen, die gerne auch mal permanent gedrückt wurden und so die eine oder andere Installation zum Anhalten brachten. Die Lösung: Recht bald ließ das Odysseum Glaskästen anbringen, die das Drücken der Notfallknöpfe erschwerten, ohne die Sicherheitsanforderungen zu verfehlen. Als interaktive Einrichtung sorgt die ständige Benutzung aber dafür, dass pro Tag zwischen drei und fünf Geräte ausfallen. Meist handelte es sich dabei um kleinere Mängel, die von den vier Haustechnikern schnell behoben werden konnten. Gerade die Hauptattraktionen wie der Dinosaurier, das Spiel Mindball, der Flugsimulator oder das Astronautentraining werden aber permanent in Schuss gehalten. Und weil das Odysseum so viele Attraktionen hat, bilden sich selbst in Spitzenzeiten kaum überlange Warteschlangen, berichtete Geschäftsführer Puy-Brill. Die Reparatur der über 200 Stationen wird dabei teilweise als Gewährleistung an die Handwerksbetriebe weitergereicht, teils aus eigenen Mitteln finanziert.
Von den insgesamt rund 180.000 Besuchern entfallen rund ein Drittel aller regulären Besucher auf Schulklassen. Zehn Prozent der Besucher während der Sommerferien nutzen das Angebot der Familienkarte zum Preis von 31,50 Prozent (Ersparnis: 15,50 Euro). Rund die Hälfte der Besucher kam nicht aus Köln, Mehr als drei Viertel beurteilten das Angebot des Odysseums als gut bis sehr gut, 82 Prozent könnten sich vorstellen, noch einmal nach Kalk zu kommen und sogar 90 Prozent würden das Odysseum weiterempfehlen, so die weiteren Ergebnisse der Kundenbefragungen. Im Durchschnitt, so schätzt der Betreiber, bleiben die Besucher zwischen drei und dreieinhalb Stunden, allerdings komme es auch vor, dass sich gerade Kinder auch nach neun Stunden Dauerspiel und Abenteuer nur schwer aus dem Odysseum herauslocken lassen. Am vergangenen Montag fand zudem der dritte Seniorentag statt. Dabei will der Betreiber speziell die Zielgruppe der älteren für die Wissenslandschaften im Hause begeistern. Besonderer Anreiz ist dabei ein Mittagessen, dass im Eintrittspreis von 12,50 Euro enthalten ist, wie die beiden Verantwortlichen erläuterten.
Weil nicht wenige zu Beginn die vielen Angebote des Odysseums überblicken können, haben die Verantwortlichen zusammen mit dem Partner Geo so genannte "Geo-Pfade" entwickelt. Die kostenlosen Publikationen weisen auf bestimmte Installationen hin, die das Auffinden der entsprechenden Bereiche erleichtern sollen. Neben der Erwachsenen-Version gibt es auch eine für Kinder ("Geolino"), im kommenden Jahr soll dieses Begleitangebot um zwei bis drei Publikationen ergänzt werden. Schwierigkeiten habe man zudem bei der Ansprache der Jugendlichen ab 14 festgestellt. Auch hier will man gegensteuern, beispielsweise mit einem so genannten "Rap-Battle". Mit Unterstützung szenebekannter Musiker wie Afrob können Kinder und Jugendliche in drei Altersklassen bis Ende November ihre Beiträge einsenden. Die Gewinner werden dann Ende Januar kommenden Jahres in einer großen Veranstaltung gewürdigt und dürfen ihre Kompositionen im Odysseum uraufführen. Hauptgewinn ist ein Tag im Profi-Studie und der Ruhm mit einem der großen Rapper auf der Bühne gestanden zu haben.


























