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26. 05. 2012
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Ökoprofit bringt Ökologie und Ökonomie zusammen


18.01.2012 12:00 von:(ehu)

Schlagwörter: Ökoprofit,Einsparung,Energiewende,Wettbewerb,Kohlendioxid,Nachhaltigkeit

Nicht nur alternative Energiequellen sorgen für eine „Energiewende“. Auch die Einsparung von Energie soll ihren Teil dazu beitragen. Symbolbild: www.pixelio.de/Erich Westendarp

Ökologie und Ökonomie sind kein Widerspruch – das zu zeigen, ist Ziel des Projekts „Ökoprofit Köln“. In der Erfolgsbilanz stehen für das erste Jahr 514 Tonnen weniger des klimaschädlichen Kohlendioxyd, 170.000 Euro konnten bei den Energiekosten eingespart werden. Jetzt wurde die zweite Runde eröffnet.

An der ersten nahmen 13 Unternehmen teil. Durch eine Vielzahl unterschiedlichster Maßnahmen konnten sie den Energieverbrauch zurück schrauben und so Ausgaben sparen. Das reicht von 30 Euro, die „Motor Fritsche“ weniger auf der Stromrechnung hat, weil die der Stand-by-Betrieb der Büroelektronik verringert wurde, bis zu 10.000 Euro Ersparnis bei „Moeker Druck“, wo die Beleuchtung grundlegend verbesser wurde. Im ersten Fall waren keine Investitionskosten erforderlich, im zweiten Fall immerhin 3000 Euro.

Weniger Strom, weniger Wasser – mehr Geld in der Kasse

Neben Stromsparen – etwa durch Umstellung auf LED-Beleuchtung oder das Ausschalten von Leuchtröhren – wurde auch weniger Wasser verbraucht und die Müllmenge verringert. So gibt es in der Schwimmschule „Krieler Welle“ keine Einmalüberzieher für Straßenschuhe mehr. Das bedeutet eine Ersparnis von 2300 Euro und 0,2 Tonnen weniger Abfall. Langfristig denkt man bei der Kölner Sportstätten GmbH: 25.000 Euro kostete die Installation von wasserlosen Urinalen in den VIP-Bereichen, das bringt eine jährliche Kostenersparnis von 3000 Euro und einen um 1000 Kubikmeter geringeren Wasserverbrauch. Im Schnitt, so haben die Experten berechnet, amortisieren sich die Investitionen bereits innerhalb von anderthalb Jahren.

Elf Unternehmen beteiligen sich nun an der zweiten Runde. Darunter die Niederlassung West der Deutschen Post, die Stockheim GmbH mit den von ihr betreuten Unternehmen im Flughafen Köln-Bonn (sie war schon mit ihren Betrieben im Hauptbahnhof dabei), Nespresso Deutschland, IKEA und die Gesamtschule Holweide. Die hatte, so berichtet Direktorin Ulla Kreutz, zunächst Schwierigkeiten, mitmachen zu dürfen. Da die Schule ein „unökologischer Bau der 70er Jahre ist, der kaum energetisch saniert werden kann“, will sie mit den Schülerinnen und Schülern Programme entwickeln, wie Energie gespart werden kann.

Oberbürgermeister und Umweltdezernentin sind zufrieden

OB Jürgen Roters und Umweltdezernentin Henriette Reker lobten bei der  „Startschuss“-Veranstaltung am Dienstag im Ratssaal das Engagement der Teilnehmer und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung, Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Wirtschaftsverbänden und Betrieben, „um das gemeinsame Ziel einer besseren Ressourceneffizienz zu erreichen und damit als Vorbilder für den Klimaschutz in Köln zu agieren“. Ökoprofit ist Teil des Kölner Klimaschutzkonzepts.

„Erfunden“ wurde Ökoprofit in Österreich, seit 1998 wird dieses Konzept auch in Deutschland umgesetzt. Bundesweit haben sich seitdem über 2200 Betriebe in mehr als 100 Städten und Kreisen daran beteiligt, gut die Hälfte davon in Nordrhein-Westfalen. Die jährliche Kostenersparnis pro Betrieb liegt bei 45.000 Euro, so Johannes Auge vom Hammer  Umweltberater „B.A.U.M. Consultant“, der das Projekt begleitet.

Weitere Informationen dazu finden sie auch auf den städtischen Internetseiten unter: www.stadt-koeln.de.







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