26. 05. 2012
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PFT-Funde in Kölner Baggerseen: Stichproben bestätigten Belastung
Die ersten Ergebnisse von Stichproben zur weiteren Ursachenforschung in Sachen PFT-Funde in Kölner Baggerseen waren am Dienstag in der Sitzung des zuständigen Gesundheitsausschusses angekündigt worden. Am gestrigen Freitag präsentierte die Stadtverwaltung tatsächlich eine erste Messreihe. Untersucht wurden Fische aus den betroffenen Baggerseen und deren Belastung mit Perfluorierten Tensiden. Dabei bestätigte sich die Befürchtung der unteren Wasserschutzbehörde. Die untersuchten Fische wiesen je nach Art PFT-Belastungen zwischen 552 und 2749 μg pro Kilogramm auf. Die im Mai dieses Jahres erlassene Verfügung eines Angel- und folgerichtig auch des Verzehrverbot für Fische aus diesen Gewässern wird vonseiten der zuständigen Behörden aufrecht erhalten. Bereits vor den PFT-Funden bestand bereits ein Badeverbot, das übrigens unabhängig von den Funden mit der gesundheitsschädigenden Substanz. Für Betroffene, die tatsächlich in den vergangenen Wochen und Monaten Fisch aus diesen Gewässern verzehrt haben, bietet das Kölner Gesundheitsamt eine kostenlose Blutuntersuchung auf eine mögliche PFT-Belastung an. Darüber hinaus bietet das Kölner Amt auch eine ebenfalls kostenlose, umweltmedizinische Beratung an.
Unklar ist noch, woher die Belastung mit PFT stammt. Eine mögliche Herkunft der Substanzen, die in Organismen nicht auf natürlichem Weg abgebaut werden können, könnte die Einleitung von Löschschäumen sein. Eine Bestätigung dafür gebe es jedoch nicht, wie die Verantwortlichen auf der vergangenen Sitzung im Gesundheitsausschuss bestätigten. Die Ursachenforschung stellt in der städtischen Strategie die zweite Phase dar. Zunächst gehe es nach Auskunft der Fachverwaltung um die akute Gefahrenabwehr. Parallel zur zweiten Stufe beginnt die Gesundheitsverwaltung nun auch mit der dritten Phase, der medizinischen Betreuung Betroffener. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, sind aber weitere Untersuchungen notwendig. Auch die festgestellten PFT-Belastungen der Fische sollen verifiziert werden. Daneben sollen zusätzliche Wasser- und Bodenproben in und um die betroffenen Seen weitere Erkenntnisse zu den Quellen der Verschmutzung liefern. Die Substanz PFT gilt als krebserregend. Die Aufnahme von PFT durch den Verzehr belasteter Fische gilt als gesichert, nicht so sicher sind sich Fachleute, ob PFT auch durch ein Bad aufgenommen werden kann, teilte die Stadtverwaltung mit.
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