26. 05. 2012
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Regen sammeln für Kölns Zukunft
(js) Am Freitag wurde die erste von zehn neuen Mess-Stationen zur Überprüfung des Klimawandels in Köln in Betrieb genommen. Sie steht zwischen Museum-Ludwig und Hauptbahnhof und soll über die nächsten drei Jahre Temperatur und Niederschläge messen.
"Wir erhoffen uns daraus Aufschlüsse, wo zum Beispiel Grünflächen angelegt oder Windschneisen von Bebauung freigehalten werden müssen", erklärte Kölns Umweltdezernentin Marlis Bredehorst.
Der Klimawandel hat jetzt schon Auswirkungen auf das Stadtklima. Etwa Starkregen mit katastrophalen Folgen wie dieses Jahr in Essen oder lange Hitzeperioden, die besonders älteren Menschen zu schaffen machen. Schon jetzt werden in den Innenstädte um bis zu acht grad höhere Temperaturen als im Umland festgestellt. Das Modellprojekt "Klimagerechte Metropole" soll hier Daten sammeln und damit die Grundlagen für eine künftige, dem geänderten Klima angepasste Politik liefern. neben Köln findet es auch in Berlin und Frankfurt/Main statt. In Nordrhein-Westfalen wird es vom Landesumweltamt und dem Deutschen Wetterdienst (DWD) mit rund 200.000 Euro für die nächsten drei Jahre getragen.
Die Mess-Stationen sind direkt mit der DWD-Zentrale in Essen verbunden. Bei Starkregen werden die Daten alle fünf Minuten weitergegeben. Weitere sollen demnächst etwa in Nippes in der Nähe des Blücher-Gymnasiums oder beim Agrippa-Bad aufgestellt werden. Auch das begrünte Dach der Kaufhof-Zentrale wurde ausgesucht – so erhofft man sich mehr Wissen darüber, wie sich Grün auf einem Dach auf das Klima auswirkt.


























