25. 05. 2012
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Salome ist das 44. Onagerfohlen aus Köln
(ehu) In freier Wildbahn leben nur noch rund 600 der seltenen Onager. Ein Arterhaltungs-Zuchtprogramm betreut in 15 Europäischen Zoos etwa 80 dieser seltenen asiatischen Wildesel. Nun kommt ein Tier dazu: Im Kölner Zoo wurde schon am 17. Juni eine Onager-Stute geboren. Eine knappe Woche später wurde Salome, so wurde das Fohlen getauft, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Schon eine halbe Stunde nach ihrer Geburt konnte Salome ihrer Mutter Saphira nachlaufen. Ein Jahr lang wird sie gesäugt. Wildesel sind Nestflüchter, in freier Wildbahn ist dies nötig, um bei Gefahr mit der Herde wegrennen zu können. Sie sind schnell und ausdauernd. Eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h können sie fast eine Stunde durchhalten.
Wildlebende Onager gibt es nur noch in zwei kleinen iranischen Reservaten
Onager leben in hochgelegenen Steppenregionen, in Wüsten und Halbwüsten. Wilderei, Überweisung durch Haustiere, Konkurrenz um Wasserstellen und die Entfernung von Buschvegetation bedrohen den Lebensraum der Onager. Im Iran kommen sie nur noch an zwei Stellen vor. Diese sind so weit voneinander entfernt, dass Inzucht droht. Kleine Populationen wurden in Saudi Arabien und in der Wüste Negev angesiedelt.
Salome ist der zweite Nachwuchs von Mutter Saphira und das 44. Onagerfohlen, das im Kölner Zoo geboren wurde. Köln ist auch der Geburtsort von Mutter Saphira. Ihr Vater Ivan kommt aus dem Safaripark im südfranzösischen Sigean, er ist der einzige Hengst in der nun sechs Tiere großen Kölner Herde. Um Inzucht zu vermeiden, wird Salome zu gegebener Zeit in einen anderen Zoo umsiedeln.


























