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26. 05. 2012
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Skaterpark liegt im Zeitplan


17.05.2011 19:57 von:

Schlagwörter: Köln,Rheinufer,Südbrücke,Skaterpark,Projekt,Jugendhilfesausschuss,Präsentation,M

Die Baurbeiten für das neue Streetskater-Areal zwischen Südbrücke und dem südlichen Ende des neu bebauten Rheinauhafens sind bereits in vollem Gange. Im Hochsommer soll das Projekt fertig werden. Auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmeter mitten in einem Retentionsraum soll ein Skaterpark entstehen, der den Bedürfnissen der so genannten "Street Skater" weitestgehend entgegen kommt. Die machen nahezu 90 Prozent aller Skater aus, wie der zweite Vorsitzende des Verein Dom Skateboarding e.V., Carsten Krieg dem Jugendhilfeausschuss in einer Präsentation am heutigen Dienstag erläuterte. "Bisher waren wir häufig auf der Domplatte, aber das führte zwangsläufig zu Diskrepanzen. Mit der Gründung eines Vereins als Ansprechpartner für Stadt und Fachplaner wollten wir eine Alternative, damit alle glücklich sind", wie der Kölner Skater den zurückliegenden Konflikt umschrieb. "Nutzungsüberschneidungen" nennt das Architekt Dominik Bruns vom Kölner Architekturbüro metrobox. Dass ein moderner Skaterplatz nicht einfach nur eine asphaltierte Fläche ist, sondern vielfältige Gestaltungselemente enthält, hatten die Verantwortlichen im Herbst vergangenen Jahres bei einer Pressekonferenz vor Ort dargestellt. Allerdings mussten auch mindestens zehn unterschiedliche Genehmigung einzuholen. "Beim Bau eines Eigenheims sind es in der Regel zwei oder drei", wie Architekt Bruns weiter ausführte.

Eine Verzögerung, die Sinn macht und ein voraussichtliches Eröffnungsdatum

Allerdings ereignete sich auch bei diesem Bauprojekt eine bereits jetzt spürbare Verzögerung. Kurz nachdem die Stadt und die Beteiligten die Pläne im vergangenen Jahr vorgestellt haben, kam der Winter. Nachdem im Januar der Winter – zumindest die Frosttage – vorbei waren, dauerte es trotzdem noch bis März und damit doch länger als ursprünglich kalkuliert. Allerdings verzeichnete der Rhein in der zeit zwischendrin gleich Hochwasser-Spitzen, die auch das Baugrundstück vollständig unter Wasser setzte. So begannen die Bauarbeiten erst im März, inzwischen ist die erste Untergrund-Schicht aufgetragen, als nächsten werden Spezialplatten aufgebracht. Im Juli dieses Jahres soll das gesamte Projekt dann fertig gestellt, ein möglicher Eröffnungstermin ist der 22. Juli. "Wir liegen gut im Zeitplan", erklärte Bruns. In diesem Fall hätte ein früherer Baubeginn möglicherweise sogar zu erheblichen Mehrkosten geführt. Eine weitere Schwierigkeit liegt in der in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Baustelle am Nordrand der Südbrücke. Voraussichtlich erst im Spätsommer wird das derzeit noch nördliche Gerüst der Brücke auf die Südseite wechseln. Dann soll auch der neue Skaterpark feierlich eröffnet werden. "Wir gehen davon aus, dass der Platz zu 100 Prozent angenommen wird", freute sich Vereinsvorstand Krieg.

Das Projekt wird zu 100 Prozent auf Mitteln des zweiten Konjunkturpakets der Bundesregierung finanziert. Die Gesamtkosten sollen sich nach ursprünglicher Schätzung auf rund 700.000 Euro sanieren. Ob damit auch der Konflikt zwischen Skatern und Fußgängern auf der Domplatte gelöst wird, steht keineswegs fest. Das zeigt der Blick in die Szene. "Normalerweise ist es nicht unsere Art, uns Vereinsstrukturen zu geben", erklärte Krieg. Allerdings ist die Szene dadurch auch schnell bei der Weiterreichung von Informationen. Schon heute stehe fest, dass die Gäste zur Eröffnungsfeier nicht nur aus anderen deutschen Städten an den Rhein kommen. Sie werden sogar aus aller Welt erwartet. Auf Nachfrage versicherte der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Domskater zudem, auch bei der Reinigung der rund 2000 Quadratmeter Grundfläche Hand anzulegen. "Wir sind uns nicht zu schade, auch selbst den Besen in die Hand zu nehmen", so Krieg weiter. Anja Ritzen von den Kölner Falken forderte im Laufe der Diskussion, mehr Angebote für Mädchen anzubieten. "Alle sind herzlich eingeladen", erwiderte Krieg, wohlwissend, dass die meisten der ihm bekannten Skater männlichen Geschlechts sind.


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