25. 05. 2012
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Stadionbad: Eröffnung des Hallenbades am kommenden Samstag
"Grandiosâ€, "bundesweit einmaligâ€, "großartigâ€, das waren nur einige der Adjektive, die beim heutigen Pressegespräch zur anstehenden Eröffnung des neuen "Gesundheitsbades" im Sportpark Müngersdorf zu hören waren. Kölns erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Kölnbäder-Geschäftsführer Berthold Schmitt erläuterten auf der heutigen Veranstaltung die Details des neuen Hallenbadkomplexes mit angeschlossener Sauna-Landschaft, sie waren aber vor allem eines: sichtlich erleichtert. Dabei hatten die bauausführenden Firmen durchaus mit Widrigkeiten zu kämpfen. Bereits kurz nach dem Richtfest Ende Oktober vergangenen Jahres sorgte der frühe Wintereinbruch Ende November für einen unfreiwilligen Baustopp. Als dann auch noch größere Mengen an Fliesen von der Baustelle entwendet wurden, schien der Sommertermin zur Eröffnung in weite Ferne zu rücken. Doch in den letzten Wochen lief alles rund, so dass der Eröffnung noch in den Sommerferien nichts mehr im Wege stand.
"Wir haben in Köln auch dank der Unterstützung aus der Politik eine einmalige Situation. Während in vielen anderen Kommunen Bäder schließen müssen, haben wir in den vergangenen zwölf Jahren fast 150 Millionen Euro in unsere Bäder investiert", erklärte Schmitt beim heutigen Pressegespräch. Doch im Falle des Stadionbads – die Umbaukosten belaufen sich auf rund 19 Millionen Euro – war der Umbau alles andere als leicht. So musste das eigentlich denkmalgeschützte und rund 120 Meter lange Eingangsgebäude abgerissen und um sechs Meter in den Stadionbereich versetzt wieder aufgebaut werden, samt historischer Wendeltreppe. Die Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz verlief dabei nach Aussage der Verantwortlichen reibungslos. Grund für die aufwändige Baumaßnahme war die mangelhafte Statistik des 1921 errichteten und 1976 modernisierten Gebäuderiegels, der früher Abstellkammer, Umkleideräume und Duschen enthielt. Alleine der Neubau des Hallenbades und der Gebäudesubstanz kostete rund zehn Millionen Euro. Weitere neun Millionen Euro waren bereits in die Neugestaltung und Renovierung der Wasserflächen und des Außenbereiches investiert worden, wie Schmitt weiter ausführte.
Regelrecht begeistert zeigte sich Bürgermeisterin Scho-Antwerpes von dem Neubau. Die SPD-Politikerin und erste Stellvertreterin war am heutigen Donnerstag nicht die einzige, die am liebsten direkt in die Wasserlandschaft des neuen Hallenbades hineingetaucht wäre. Natursteinähnliche Fließen in sanften Pastelltönen wirken hochwertig, ebenso wie die bereits angelieferten Badmöbel aus dunkelgrauem Rattan. Ein Planschbecken für die Kleinen, ein Sportschwimmbecken mit 25-Meter-Bahn sowie ein Lehrschwimmbecken mit Wasserfontäne sollen zukünftig auch bei bescheidenem Wetter für Auslastung sorgen. Die angrenzende Saunalandschaft benötigt allerdings – wie auch der neu gestaltete Eingangsbereich und der zukünftige Innenhof mit Liegemöglichkeiten noch bis September Zeit. Dann soll auch eine 450 Quadratmeter große Physiatherapie-Praxis eröffnen. Dafür gibt es bereits eine Mieterin, wie Schmitt betonte. Mit Eintrittspreisen von 4,50 Euro für Erwachsene und ältere Jugendliche (ab 17), 3,50 Euro für Minderjährige zwischen fünf und 17 sowie einheitlich 0,50 Euro für Kleinkinder sind auch die Eintrittspreise halbwegs moderat. Wer nur ins Hallen- oder Freibad gehen will, zahlt unwesentlich weniger (Erwachsene: 3,80 Euro, Jugendliche: 3,20 Euro). Zwei Stunden Sauna kosten für Jugendliche und Erwachsene zwölf Euro, Kinder unter fünf Jahren zahlen fünf Euro. Für KölnPass-Besitzer gibt es eine Rabattstaffel von 25 (Erwachsene) bzw. 50 Prozent (Jugendliche unter 17 Jahren). "Das ist wirklich ein Bad für Jedermann", lobte die Bürgermeisterin die Preispolitik der Stadtwere-Tochter.
Im Inneren erwartet die Premierenbesucher, die ab Samstagmorgen 9 Uhr das neue Hallenbad antesten können, außerdem noch eine Ausstellung der Kölner Fotokünstlerin Mona Fenske. Die hatte die Bauphasen umfassend dokumentiert, ihre Werke sollen noch mindestens einen Monat in den Räumen und Gängen hängen bleiben. Darüber hinaus befinden sich in Deckennähe Motive des historischen "Licht- und Luftbades", das 1922 nach den Plänen von Fritz Encke vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Konrad Adenauer feierlich eröffnet wurde. Der Umbau und die Erweiterung und die dort investierten Gelder sind nach Ansicht der Verantwortlichen "gut investiert". In diesem Jahr warten auf die wasserbegeisterten Kölner noch zwei weitere wichtige Termine. Zunächst soll Ende September dieses Jahres das neue Bad an der Lentstraße eröffnen. Ende dieses Jahres soll auch der Umbau des Kombibades Zollstock abgeschlossen sein. Dann muss im kommenden Sommer nur noch das Wetter mitspielen. Der zurückliegenden Juli jedenfalls war für die Verantwortlichen des Stadionbads eine Katastrophe. Nach rund 50.000 waren es im weitgehend verregneten und zu kühlen Hochsommer nur 7500. Pro Jahr rechnen die Kölnbäder nach Fertigstellung des Stadionbads mit jährlich 200.000 Gästen, plus 15.000 in der Saunalandschaft.


























