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25. 05. 2012
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Stadt sucht die preiswürdigsten Ehrenamtler


19.01.2012 17:30 von:(ehu)

Schlagwörter: Ehrenamtspreis,Annette Frier,Ehrenamtspatin,Ehrenamt,Oberbürgermeister

"Patentante" Annette Frier präsentiert das Werbeplakat für "KölnEngagiert 2012" . Foto: ehu

Training im Sportverein, Nachhilfe für benachteiligte Kinder, Essensausgabe für Obdachlose – ohne Ehrenamt wäre das nicht möglich. Und weil die Stadt kein Geld hat, fördert sie das bürgerschaftliche Engagement. Jetzt hat Köln zum zwölften Mal den Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2012“ ausgeschrieben. Am Donnerstag stellte OB Jürgen Roters den Wettbewerb vor – unterstützt von TV-Comedian Annette Frier, die diesmal die „Patentante“ ist.

Nach kurzer Bedenkzeit hatte Frier zugesagt, als „prominente und glaubwürdige Persönlichkeit“ – so Roters – für dieses „Leuchtturmprojekt“ zu werben. Glaubwürdig macht das eigene ehrenamtliche Engagement die Schauspielerin. 2011 unterstützte sie mit anderen Promis die Werbekampagne „Mit Humor gegen Darmkrebs“. Aktuell unterstützt sie mit einer Rechtsschutzversicherung und dem Kinderschutzbund das Projekt „Wir Kinder haben Rechte“, besucht dafür Schulen in ganz Deutschland, wo sie das Leben der Kinder z.B. in Somalia oder Bolivien vorstellt.

Geld für Straßenfußball in Köln und Mädchenschule in Afghanistan

Die Gage dafür – „ich habe gut verhandelt“, verriet sie – geht je zur Hälfte an eine Mädchenschule in Afghanistan und an den Förderverein „köln kickt“, bei dem sie seit 2008 auch im Vorstand sitzt. Der Verein veranstaltet regelmäßig Straßenfußball-Turniere, unterstützt so multikulturelle Integration und Gewaltprävention und bietet gleichzeitig eine lebendige Freizeitgestaltung an.

Oberbürgermeister Jürgen Roters freut sich auf die Unterstützung durch das Ehrenamt. Bild: ehu

Für den Kölner Ehrenamtspreis stehen insgesamt 8000 Euro Preisgeld zur Verfügung. Er wird in den Kategorien Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen und Schulen verliehen. Vorgeschlagen werden können Projekte aus Bildung, Kultur, Sport und dem sozialen Bereich. Ausgeschlossen sind Tätigkeiten in Parteien und Gewerkschaften. Einsendeschluss ist der 30. März, 2011 gab es 154 Vorschläge. Eine 19-köpfige Jury entscheidet über die Vorschläge, ihr gehören unter anderem der OB an, die Bürgermeisterinnen Elfi Scho-Antwerpes, Angela Spizig und Manfred Wolf, der Vorsitzende des Integrationsrates Taifun Keltek sowie Vertreter von Sozial-Verbänden. Verliehen werden die Preise am 2. September.

Erstmals können sich Preis-Bewerber auch selber vorschlagen

Erstmals können sich Einzelpersonen und Projekte auch selber vorschlagen. Eine Idee, die Frier äußerst gefällt. Zwar würde sie sich nicht selber vorschlagen, aber es gebe doch viele Menschen, die sich still und leise nach dem Motto „Hauptsache, es geschieht etwas“ engagierten. Die müssten doch auch einmal sagen dürfen: „Das ist nicht schlecht, was ich da mache.“

190.000 Kölner und Kölnerinnen engagierten sich – so eine Untersuchung – 2009  ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Gebieten. Das ist fast jeder fünfte Einwohner dieser Stadt. Immerhin jeder zweite war bereit, sich kurzzeitig für ein bestimmtes Projekt zu engagieren. Besonders Jugendliche bis 24 Jahren übernehmen ein Ehrenamt, ebenso Menschen über 60. Durchschnittlich engagieren sie sich 19 Stunden pro Monaz, oft in mehreren Bereichen.

Die Bewerbungsunterlagen für „KölnEngagiert“ gibt es bei der Kommunalstelle „Förderung und Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements“ (FABE) im Amt des Oberbürgermeisters unter Tel. 0221 / 22 12 31 90, der kostenlosen Hotline 0800 / 563 56 11, E-Mail: fabe@stadt-koeln.de und 0800-563 56 11 (kostenlose Hotline) sowie im Internet unter: www.stadt-koeln.de.







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