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26. 05. 2012
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Stadtbibliothek will Jahresbeitrag um rund 60 Prozent erhöhen


14.03.2011 13:39 von:

Schlagwörter: Köln,Stadtbücherei,Bibliothek,Gebühren,Entleihe,Vogt,Zauberflöte,Kölnpass,Flatra

(ehu) Kölns Stadtbücherei will ihre Tarifstruktur gründlich umbauen: Künftig soll es einen einheitlichen Jahresbeitrag von 38 Euro geben. Noch gilt ein Jahresbeitrag von 23,50 Euro, jedes elektronische Medium kostet eine zusätzliche Entleihgebühr von 1,80 Euro. Der Vorschlag wird zunächst in den Ausschüssen für Kultur, Finanzen und Rechtsfragen beraten, am 7. April soll der Rat die endgültige Entscheidung fällen.

Nach Aussage von Bibliothekschefin Hannelore Vogt haben die Büchereien in allen anderen deutschen Großstädten schon auf eine Jahres-"Flatrate" umgestellt. Dies entspräche der gestiegenen Nachfrage nach CDs, DVDs, CD-Roms und Filmen, außerdem würde dadurch der Verwaltungsaufwand und die Wartezeiten bei der Ausleihe erheblich reduziert. Mit 38 Euro hat Köln dann allerdings die zweitteuerste Bibliothek in Deutschland. Nur in Hamburg kostet es mit 45 Euro mehr. An dritter Stelle liegt Bremen mit 25 Euro.

Teure Entleihe wegen städtischer Sparsamkeit

Vogt erklärt die großen Unterschiede damit, dass die Kölner Bücherei im Bundesdurchschnitt deutlich weniger städtische Haushaltsmittel zum Ankauf neuer Medien – "sie machen die Attraktivität einer Bücherei aus" – erhalte. So standen nach der Deutschen Bibliotheksstatistik durchschnittlich 1,90 Euro pro Einwohner zur Verfügung, in Köln waren es 40 Cent weniger. Unterm Strich würde die Gebührenerhöhung keine Mehreinnahmen bedeuten, ist Vogt überzeugt.

Sie geht auch nicht von einer Mehrbelastung für die Mehrheit der Bücherei-Nutzer aus. Dies träfe lediglich auf diejenigen zu, die ausschließlich Bücher entleihen. 70 Prozent aller Besucher seien aber unter 40 Jahre alt, für diese sei die Nutzung aller Medienformen selbstverständlich. Hier rechnet Vogt sogar mit einer stärkeren Entleihe, ebenfalls bei Teilnehmern etwa von Sprachkursen: schon bei neun zusätzlichen Ausleihen von nicht-gedruckten Medien rechne sich die neue Jahresgebühr. Für Kölnpass-Inhaber erhöht sich der Jahresbeitrag von 11,50 auf 13 Euro, für Schüler und Auszubildende von 18 auf 28 Euro. Für Minderjährige ist die Nutzung weiter generell kostenlos.

Jetzt können auch Kinder kostenlos klassische Musik "für Erwachsene" mit nach Hause nehmen. Damit entfällt auch eine Kuriosität. So waren für Kinder und Jugendliche bislang nur solche elektronischen Medien kostenlos, die speziell für sie publiziert und in den Büchereien entsprechend gekennzeichnet wurden. Dies galt zum Beispiel für eine CD "Zauberflöte für Kinder", handelte es sich dagegen um eine "normale" Opernaufnahme, musste dafür eine Entleihgebühr bezahlt werden.







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