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26. 05. 2012
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Startschuss für Erweiterung des Inneren Grüngürtels


12.06.2009 14:45 von:

Schlagwörter: Köln,Grüngürtel,Grünflächenamt,Landschaftsgärtner,Ausbildung,Projekt,Masterplan,

Lange Zeit befand sich auf der Ecke Aachener Straße / Innere Kanalstraße eine Kleingartensiedlung. Mit der Verabschiedung eines neuen Bebauungsplans vor rund sechs Jahren war der Weg frei für die Neugestaltung des Eckgrundstücks. Am heutigen Freitag eröffneten Oberbürgermeister Fritz Schramma und Projektleiter Dr. Joachim Bauer vom Kölner Amt für Landschaftspflege und Grünflächen die Bauarbeiten auch offiziell. Aus dem bislang eher unscheinbaren Grundstück soll ein e aufgelockerte Parklandschaft mit einem natürlichen Kunstwerks, bestehend aus elf Kirschbäumen und zwei neuen Fußwegen entstehen. Die Erweiterung des Inneren Grüngürtels stellt nach Ansicht des Kölner Stadtoberhaupts heutzutage schon fast so etwas "wie ein Luxus" dar. "Das ist ein Stück Stadtgestaltung. Ich kann verstehen, wenn die Auszubildenden mit Enthusiasmus bei der Sache sind", erklärte Schramma bei der heutigen Veranstaltung. Für die drei Auszubildenden, die derzeit im Grünflächenamt ihre Ausbildung zum Gärtner im Garten- und Landschaftsbau absolvieren, wird das Projekt zugleich einen Großteil ihrer Ausbildung ausmachen. Sie haben dabei die anspruchsvolle Aufgabe, unter anderem an der Baustellenplanung mitzuwirken, wie Bauer erläuterte.

Rund 80.000 Euro lässt sich die Stadt die Maßnahme kosten. Das sei aber schließlich deutlich billiger, als wenn – wie in anderen Fällen üblich – die Stadt einen Auftrag an externe Landschaftsgärtner vergeben würde. Wie auch vom Masterplan Innenstadt gefordert, wird aus der bislang brachliegenden Rasenfläche eine Parklandschaft. Von zwei Seiten soll der Park mit nicht versiegelten Gehwegen erschlossen werden. Die Künstlerin Ira Bartel hat mitten auf der Rasenfläche zudem ein Kunstwerk geplant. Elf Kirschbäume sollen dort gepflanzt werden und dabei so angeordnet sein, dass sie ähnlich ihrer Position auf der Weltkarte elf Partnerstädte Kölns symbolisieren. Wann die Bäume gepflanzt werden, steht indes noch nicht fest. Die Arbeiten werden wohl noch den ganzen Rest des Jahres in Anspruch nehmen. In dem Plan enthalten sind zudem sechs weitere Bäume, die noch zu pflanzen sind. Bei der Pflege der Grünfläche hat die Kölner Grün-Stiftung bereits angekündigt, dass sie sich daran beteiligen will. Wie und welcher Form das geschehen wird, darüber wird derzeit noch diskutiert, wie die Geschäftsführerin der Stiftung, Beatrice Bülter anmerkte. Auch Parkbänke sind in dem neuen Stück Grüngürtel geplant. Auf der derzeit vorliegenden Planentwurf waren drei dieser Parkbänke eingeplant, es könnten aber auch mehr werden. Und auch hier bietet die Grün-Stiftung ihre Unterstützung an, immerhin hat die Organisation bereits jetzt im gesamten Stadtgebiet rund 400 dieser Bänke mit einem Gesamtvolumen von rund 300.000 Euro aufstellen lassen.

Historischer Ort

Das Eckgrundstück war ursprünglich sogar mal für eine Bebauung vorgesehen, wie Experte Bauer ausführte. 1919 mit der Entstehung des Inneren Grüngürtels nach dem Beschluss der Siegermächte des ersten Weltkriegs den Inneren Befestigungsring schleifen zu lassen, musste auch dieses Grundstück einer neuen Nutzung zugeführt werden. Allerdings kam die Bebauung nicht zustande und so entstand nach dem Zweiten Weltkrieg eine Kleingartensiedlung, die erst vor rund zweieinhalb Jahren freigemacht wurde. Die derzeitige Planung setzt zugleich eine Forderung des Masterplans Innenstadt zur Vollendung des Inneren Grüngürtels um, wie Bauer betonte. Einzig die Abschaffung der Rechtsabbiegerspur von der Aachener auf die Innere Kanalstraße ist nach Meinung der Stadtspitze eine Forderung, über die man noch mal reden müsste. "Wir haben hier viel Verkehr", kommentierte Schramma den Masterplan-Wunsch abschließend.







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