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25. 05. 2012
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Strom für den Dom aus Kölner Hausmüll


24.11.2011 01:43 von:

Schlagwörter: Köln,Kölner Dom,AVG,Hausmüll,Strom,2011,November,Müllverbrennungsanlage,MVA,Star

Um 17 Uhr hatte die AVG zu einem besonderen Event geladen. In der ersten Etage der Zentrale von Kölntourismus schlossen die Beteiligten einen symbolischen Stecker an einer Stromquelle an. Damit begann die Patenschaft der stadtnahen Betreiberin der Kölner Müllverbrennungsanlage (MVA) zur Beleuchtung der gotischen Kathedrale mitten in der historischen Kölner Altstadt und sie wird drei Jahre andauern. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Hausherrn, Kölntourismus-Geschäftsführer Josef Sommer, erläuterte Andreas Freund, Sprecher der AVG-Geschäftsführung, die Gründe und Hintergründe dieser Maßnahme. So ist die AVG mit dem Betrieb der MVA zugleich zu den größten Stromproduzenten in der Domstadt. Die Menge des dort produzierten Stroms reiche für ein knappes Viertel (240.000) der Kölner Bevökerung, und das alles umweltfreundlich und eine passende Methode den Hausmüll der Kölnerinnen und Kölner aus der Welt zu schaffen. Vorher allerdings werden so genannte “Wertstoffe” wie zum Beispiel Metalle, aus der Müllmasse heraussortiert. “Wir tragen dazu bei, dass unsere Stadt noch lebenswerter wird und auch in der Nacht ein gutes Erscheinungsbild präsentiert, vom Mülleimer ins Kölsche Herz”, so der AVG-Chef.

Unter den Gästen befand sich neben Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes auch der zweite Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Hans-Werner Bartsch. Der nahm an der Veranstaltung in seiner Rolle als Vorsitzender des AVG-Aufsichtsrats statt. Für dien Stadt Köln drückte die erste Stellvertreterin ihres Parteifreundes Jürgen Roters ihren Dank aus. “Der Kölner Dom ist nicht nur Wahrzeichen dieser Stadt, er ist auch Wahrzeichen für Deutschland.Ich war enttäuscht, dass der Dom duster war. Jetzt leuchtet er wieder”, freute sich die Bürgermeisterin. Auch dass eine stadtnahe Gesellschaft der Sponsor der Dombeleuchtung ist, wurde wohlwollend kommentiert. “Wir sind alle Geschwister und gehören zusammen”, so Scho.

Auch Domprobst Dr. Norbert Feldhoff zeigte sich erfreut, dass der Dom ab sofort wieder die ganze Nacht angestrahlt wird. Er selbst gehöre aber nicht zu den Gewinnern, wie der kirchliche Würdenträger als Vertreter des Hohen Domnkapitels freimütig einräumte. Das liege vor allem daran, dass er nicht zu der Generation gehöre, die zu jener Zeit der künstlichen Beleuchtung den Dom gar nicht sehe. Allerdings gebe es in seinem beruflichen Umfeld durchaus Menschen, die den Gewinn für die Stadt bestätigen können. Das Bildnis “Strom aus Müll” und damit Licht verglich er mit “Phoenix aus der Asche”, ein alter Mythos, den schon die Ägypter in grauer Vorzeit als Symbol für Wiederauferstehung. Aber auch ganz weltlich gesprochen, zeigt sich Feldhoff als Befürworter der Aktion. “Sie sorgen dafür, dass der Dom in der Dunkelheit nicht untergeht”, so der Domprobst weiter.

Auch für den Vorsitzenden des Vereins Leuchtendes Rheinpanorama, Kölnkongress-Geschäftsführer Bernhard Conin, war der heutige Mittwoch ein Tag mit „Ausstrahlung“. 2004 gegründet hat der Verein dank der kontinuierlichen Unterstützung der Familie stadtnaher Gesellschaften bereits einige Highlights setzen können. Drei Rheinbrücken werden bereits angestahlt, auch der Rheinpegel in der Altstadt, die Frankenwerft und weitere architektonische Highlights auf beiden Seiten des großen Flusses gehören ebenfalls zu den belechteten Objekten des Kölner Rheinpanoramas. Anfang kommenden Jahres soll dann mit der Mülheimer Brücke ein weiteres Bauwerk angestrahlt werden, kündigte Conin an. Wie wichtig das Spnsoring der AVG zeige die Tatsache, dass der Kölner Dom sonst nur bis 23 Uhr angestrahlt werden kann. Die Beleuchtung ist übrigens wegen der hohen Strahllkraft der Scheinwerfer recht teuer. Die AVG beziffert den monetären Gegenwert der virtuellen Sachspende auf rund 20.000 Euro pro Jahr. Die dabei verbrauchte Strommenge würde ausreichen, 40 durchschnittliche Kölner Haushalte mit Strom zu versorgen, so ein AVG-Sprecher. Nach den Worten von AVG-Chef Freund ist das jedoch „grüner Strom“, die Abgase der MVA dank aufwändiger Filterungstechnik sauberer als die Kölner Umgebungsluft, wie Freund abschließend versicherte.







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