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26. 05. 2012
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TÜV Rheinland stellt "klimaoptimiertes Grillen" vor


10.07.2011 10:48 von:

Schlagwörter: Köln,Grillen,TÜV Rheinland AG,Grillgut,Ökobilanz,Aufruf,Untersuchung

Der Kölner Prüfkonzern TÜV Rheinland AG hat sich mit der Auswahl des richtigen Grillguts beschäftigt. Wie das Unternehmen am vergangenen Mittwoch mitteilte, kann auch die richtige Auswahl der Utensilien das Klima schützen bzw. die Belastungen für das Klima deutlich reduzieren. Das Einsparpotenzial liegt nach Einschätzung der TÜV-Experten bei bis zu einem Fünftel an klimaschädlichen Emissionen. Rindfleisch und Grillkäse sind die klimaschädlichsten Grillgüter. Wer stattdessen beim nächsten Grillevent auf Gemüse, Würstchen oder Schweinefleisch ausweicht, kann erheblich einsparen. Das haben Fachleute von TÜV Rheinland in einer vergleichenden Ökobilanz zum Grillen festgestellt.

Bei einer Ökobilanz werden rechnerisch die Emissionen und andere Umweltauswirkungen über den gesamten "Lebensweg" eines Produktes analysiert: von der Herstellung oder Erzeugung über Transport und Verkauf bis zur Verwendung und Verwertung. "Ob Holzkohle, Gas- oder Elektrogrill ist für die Umwelt längst nicht so wichtig wie die Auswahl des Grillguts. Tierische Produkte beispielsweise belasten die Umwelt über den gesamten Lebensweg weit mehr als Gemüse", so Ralf Martin Müller, Projektverantwortlicher für Ökobilanzierungen bei TÜV Rheinland. Grundlage für die Untersuchung war der Verbrauch von zwei Familien mit insgesamt acht Personen. Gegrillt wurde auf Holzkohle, auf einem Einweggrill mit Holzkohle, auf einem Gas- sowie einem Elektrogrill. Dabei kamen zunächst je 400 Gramm Rindfleisch, Schwein und Hähnchen, Rinds- und Schweinewürstchen sowie Feta und Mais auf den Grill. Das Ergebnis: Je nach Grillart (Gas, Kohle, Elektro) entstanden insgesamt Emissionen zwischen 17,5 und 18 Kilogramm CO2-Äquivalente (CO2e). Das entspricht etwa einer Autofahrt von rund 120 Kilometern mit einem Mittelklassewagen. "Klimasünder" sind vor allem Rindfleisch mit Emissionen von 2,9 Kilogramm CO2-Äquivalent je 200 Gramm gegrilltem Fleisch und Grillkäse (1,9 kg CO2e je 200 Gramm).

So schneiden Produkte wie Schweinefleisch und Würstchen schneiden deutlich günstiger ab, am besten für's Klima ist der gegrillte Mais mit nur 50 Gramm Emmissionen an Kohlendioxid. Alternativ haben die Fachleute einen "klimaoptimierten" Warenkorb gegrillt - ohne Rindfleisch und Grillkäse und mit entsprechend 560 Gramm des anderen Grillguts für die achte Personen. Im Ergebnis reduziert sich die Summe der klimarelevanten Emissionen um immerhin 18 Prozent. "Bewusstes Einkaufen nützt der Umwelt. Wer also einmal auch auf Grillkäse und Rindfleisch verzichtet, kann leicht Gutes für die Umwelt tun", so Müller weiter. Knapp 95 Prozent der anfallen Klimagase fallen bei der Erzeugung, dem Grillvorgang und der Entsorgung des Grillguts an. Die Studie nimmt dabei keine Rücksicht auf die Qualität oder gar das Geschmackserlebnis des eingesetzten Grillguts, hieß es dazu abschließend.







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