26. 05. 2012
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Umweltzone Köln: Die Luft wird sauberer
Köln gehörte Anfang 2008 zu den ersten Städten, die eine so genannte Umweltzone eingeführt hatten. Ab diesem Zeitpunkt hatten nur noch Fahrzeuge mit einer Umweltplakette die Erlaubnis, damit in die Innenstadt zu fahren. Verstößt ein Autofahrer gegen diese Vorschrift, droht ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro sowie ein Punkt im Verkehrssünderregister in Flensburg. "Erste Auswertungen zeigen, dass sich die Luftqualität in Köln verbessert. Verringerte Belastungen mit Luftschadstoffen sind ein Gewinn an Lebensqualität für die Kölner und Bürger", erklärte der zuständige Landesminister nun in Düsseldorf. Bei der Einrichtung eines so genannten Luftreinhalteplans haben die Verantwortlichen nicht nur den Feinstaub im Visier. Auch die Belastung mit Stickoxiden, insbesondere dem Stickstoffdioxid (NO2); soll durch die Einschränkungen, die mit der Umweltzone eingeführt wurden, bekämpft werden, hieß es dazu aus dem Ministerium.
Zeit zum Ausruhen oder gar Zurücklehnen haben die Verantwortlichen nicht. Bereits im kommenden Jahr tritt die nächste Stufe in Kraft, dann gelten noch strengere Grenzwerte für Feinstaub- und (NO2)-Belastungen. Konsequenterweise müsse auch der Luftreinhalteplan in Köln weiterentwickelt werden. Auch in Köln liegen die Messergebnisse – gerade bei den Stickoxiden – an einigen Messstellen in der Innenstadt noch immer über den erlaubten Grenzwerten. Allerdings stimme der Trend, im Gegensatz zu anderen Großstädten zeige die Umweltzone in Köln Wirkung, die (NO2)-Belastung sei rückläufig. Im Mittel der sechs Messstationen in der Kölner Innenstadt habe es hier einen leichten Rückgang von 54,2 auf 53 μg pro Kubikmeter Luft. Lediglich an den Messpunkten Neumarkt und Hohenstaufenring habe es geringfügige Erhöhungen im Vergleich der Jahre 2007 und 2008 gegeben. Auch die Überschreitungen der Grenzwerte für Feinstaub seien zurückgegangen, als Belege führte das LANUV den Messpunkt Turiner Straße an. Dank eines relativ regenreichen Sommers reduzierte sich die Zahl der Tage, an denen der Grenzwert überschritten wurde zum Vorjahr von 25 auf acht.
Kritiker der Umweltzone hatten den Initiatoren immer wieder mangelhafte Wirksamkeit der Einschränkungen vorgeworfen. Gerade bei Feinstäuben gebe es eine ganze Reihe verschiedener Ursachen, die sich durch Einschränkungen im Individualverkehr kaum beheben lassen. Auch durch Reifenabrieb oder Hausfeuerung werden die feinen Partikel in die Stadtluft geweht. Außerdem spielt das lokale Klima eine wesentliche Rolle. So wächst bei schönem Wetter die Belastungen mit Feinstaub an, während Regenwetter die feinen Partikel regelrecht aus der Luft "wäscht". Im vergangenen Jahr hatte sich auch der innerstädtische Einzelhandel massiv gegen die Einführung einer solchen Umweltzone ausgeschlossen. Inzwischen wurde es etwas ruhiger, weil auch andere Kommunen wie Düsseldorf, in den Ruhrgegbietsstädten sowie in Wuppertal, entsprechende Beschränkungen beschlossen haben.
Den Bericht des LANUV zur Luftqualität finden Sie im Internet unter: www.lanuv.nrw.de.
Eine umfassende Auswertung über die Wirksamkeit der Umweltzone ist in Arbeit, hieß es dazu abschließend.

























