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26. 05. 2012
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Unglückstelle am Waidmarkt soll geöffnet werden


09.07.2009 23:13 von:

Schlagwörter: Köln,Waidmarkt,Öffnung,Severinstraße,Archiv,KVB,Bauherr,Koordinierungsstab

Auch vier Monate nach der Katastrophe vom 3. März bleibt die Severinstraße für Anwohner und Besucher komplett gesperrt. Nun drängt der Koordinierungsstab "Unglückstelle Waidmarkt" darauf, den Anwohnern eine Fußgänger- und Fahrradverbindung zu öffnen. Das kann allerdings noch einige Wochen dauern, wie die Berufsfeuerwehr meint. Die Behörde, innerhalb der Stadtverwaltung inzwischen im Dezernat des Stadtdirektors verortet, will dabei prüfen, ob die statischen Verhältnisse auch schon vor dem Ende der Bauarbeiten für eine provisorische Fernwärmeleitung eingerichtet werden kann. Die soll voraussichtlich Ende September in Betrieb gehen. Inzwischen sind aus diesem Grund erste Gespräche zwischen der ARGE Los-Süd, der KVB und der Versicherungswirtschaft angelaufen, um genau diese Problematik zu diskutieren.

Erstaunliches berichteten die Stadt dabei aus dem Koordinierungsstab. Obwohl die Bergungsarbeiten inzwischen die Grundwassergrenze unterschritten haben, werden immer noch Archivalien geborgen, die trotz des tiefen Fundortes sogar teilweise im trockenen Zustand. Grund für dieses Phänomen ist nach Ansicht von Experten der extreme Druck durch den eingestürzten Gebäudekomplex, der einige Archivalien regelrecht trockengepresst. Das Grundwasser hatte keine Angriffsfläche und nicht wenige Kostbarkeiten aus der Kölner Stadtgeschichte könnten so in einem besseren Zustand gerettet werden als erwartet. Die so geborgenen Archivalien stammen nach Aussage der Verantwortlichen vor allem aus dem Erdgeschoss und dem ersten Stock des eingestürzten Archivkomplexes. Nach derzeitigem Stand der Dinge sollen sich noch rund zehn Prozent des Gesamtbestandes in der Einsturzstelle befinden.

Oberbürgermeister Fritz Schramma hatte seine Unterstützung zugesagt, die geplante Öffnung für Anwohner so schnell wie möglich durchzusetzen. Neben der Fernwärmeleitung wird derzeit auch an einer 10 KV-Stromleitung gearbeitet, die die Versorgung im Viertel gewährleisten soll. "Für Privatanlieger und die Geschäftswelt ist dies das drängendste Problem", fasste Schramma seine geführten Gespräche vor Ort zusammen. Für eine endgültige Öffnung müssen jedoch zuvor Testate beigebracht werden, die dem provisorischen Durchgang statische Unbedenklichkeit bescheinigt.







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