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26. 05. 2012
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Verbraucherberatung nun auch auf türkisch


17.11.2010 18:09 von:

Schlagwörter: Köln,Verbraucherzentralen,2010,Rechtsberatung,türkisch,Migranten,Beratungsangebo

Die nordrhein-westfälischen Verbraucherzentralen haben ihren Service ausgebaut. Das gilt jedoch weniger für die Bandbreite der unterschiedlichen Themen, mit den sich die Verbraucherschützer üblicherweise beschäftigen müssen. Vielmehr gibt es komplette Beratungsportfolio zukünftig auch in türkischer Sprache. Startschuss für den neuen Service ist der kommende Freitag, der 19. November 2010. Allerdings ist der Service vorerst auf de Freitagmorgen beschränkt. Zwischen 9 und 12 Uhr steht zukünftig die türkeistämmige Rechtsanwältin Selda Öztan Rede und Antwort zu Verbraucherfragen. Das aber kann die Kunden relativ viel Geld kosten. Die neue Rufnummer ist ab dem kommenden Freitag unter: 0900 / 189 79 62 erreichbar, und kostet aus dem deutschen Festnetz stolze 1,86 Euro pro Minute. Die Verbindungspreise aus Mobilfunknetzen können davon abweichen, hieß es dazu weiter. Die Verbraucherzentralen werden in der Regel jeweils zur Hälfte von der Kommune und dem Land NRW bezahlt. Bei stabilen Mitarbeiterzahlen hat sich das Aufkommen der Verbraucheranfragen jedoch kontinuierlich erhöht. In Köln drohte Mitte des Jahres sogar der "Super-Gau" einer möglichen Schließung. Erst in buchstäblich letzter Minute konnten die Verantwortlichen verkünden, dass dank einer Spende die staatlichen Zuschüsse zum Weiterbetrieb sichern. Die Stadt Köln hatte den Zuschuss im Rahmen der kommunalen Finanzierungskrise gekürzt. Das hätte zur anteiligen Kürzung des Landeszuschusses geführt und eine Weiterarbeit der Kölner Niederlassung unmöglich gemacht hatte (Köln Nachrichten berichtete).

Immer häufiger stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbraucherzentralen im bevölkerungsreichsten Bundesland fest, dass Migranten mit schlechten Deutschkenntnissen in den Fokus von Neppern und Betrügern rückt. Dem liegt die Einschätzung zugrunde, dass die Täter genau deswegen davon ausgehen, dass die Betroffenen die überteuerten Produkte und Dienstleistungen ohne Gegenwehr abnehmen und damit das unseriöse Geschäftskonzept unfreiwillig bestätigen. "Fehlende Konsumkompetenzen sind Ursache vieler Benachteiligungen von Migrantinnen und Migranten", weiß der Chef der Verbraucherzentralen in NRW, Klaus Müller. Das neue Angebot soll zunächst in einer Pilotphase angetestet werden. Unterstützung erhält die Verbraucherzentrale auch von den Migrantenverbänden im Land. Die sind in der so genannten LAGA, der Landesarbeitsgemeinschaft der Migrantenvertretungen, zusammengefasst. LAGA-Vorsitzender Tayfun Keltek begrüßt das neue Angebot. "Wir werden über die neue Rechtsberatung auf Türkisch informieren", versprach der Kölner LAGA-Chef.


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