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26. 05. 2012
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Wohnbaugenehmigungen in Köln brechen ein


12.03.2010 20:01 von:

Schlagwörter: Köln,NRW,Neubauwohnungen,Wohnbaugenehmigungen,Rückgang,Anstieg,Landesdurchschnit

Im vergangenen Jahr wurden in der größten NRW-Kommune Köln deutlich weniger Wohnungen genehmigt als ein Jahr zuvor. Das meldete am heutigen Freitag das Statistische Landesamt IT.NRW. Insgesamt wurden in der Domstadt 1901 Wohnungen neu genehmigt, davon rund die Hälfte im öffentlich geförderten Wohnungsbau, wie die Stadt vor einigen Wochen verkündete. Besonders drastisch war der Rückgang trotz der Zahlen des sozialen Wohnungsbau im Segment Mietwohnungsbau. Mit 991 genehmigten Wohneinheiten für Mehrfamilienhäuser inklusive Wohnheimen ging der Wert im Mietwohnungsbau um 45,2 Prozent und damit am deutlichsten zurück. Demnach gab es im Jahr 2009 so gut wie keine Genehmigungen im frei finanzierten Mietwohnungsbau. Ein Jahr zuvor wurden noch 1810 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern neu genehmigt. Insgesamt lag die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen mit 1702 um 35,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ähnlich drastisch war auch der Einbruch bei den genehmigten Neubauvorhaben von Mehrfamilienhäusern, die Zahl der Objekte lag hier um 43,9 Prozent (2009: 110) ebenfalls tief in den roten Zahlen. Lediglich in der Kategorie Zweifamilienhäuser verzeichneten die Landesstatistiker einen Anstieg um 27 Prozent. Allerdings hatte dieser Anstieg kaum statistische Relevanz, da die Gesamtzahl der Zweifamilienhaus-Genehmigungen mit 47 im vergangenen Jahr eher geringe Bedeutung hat. Bei Einfamilienhäusern gab es ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Hier sank die Zahl der Genehmigungen um 18,8 Prozent auf 617. Weil auch die Zahl der durch Um- und Ausbauten neu entstandenen Wohnungen um etwas mehr als 40 Prozent auf 192 Wohneinheiten sank, bleibt die Zahl der insgesamt im vergangenen Jahr genehmigten neuen Wohnungen mit 1901 deutlich unter den von den Stadtverantwortlichen und Experten genannten Richtwerten an neuen Wohnungen. So gewinnt die Prognose des Haus- und Grundbesitzervereins von Anfang dieses Jahres neue Relevanz. Deren Verantwortlichen hatten im Januar von Mietpreissteigerungen im zweistelligen Prozentbereich geredet. Angesichts des neuen Tiefstwertes bei den Wohnungsgenehmigungen scheint diese Prognose jedoch nachvollziehbar.

Gegensätzlicher Trend auf Landesebene

Insgesamt scheint die Domstadt jedoch den Ausreißer nach unten darzustellen, denn im NRW-Durchschnitt weisen die Landesstatistiker im Bereich der genehmigten neuen Wohnungen sogar einen Anstieg aus. Insgesamt wurden von den zuständigen Behörden 35.991 neue Wohneinheiten genehmigt, 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Ausgerechnet im Mietwohnungsbau verzeichneten die Landesämter einen spürbaren Anstieg und damit eine Trendwende auf dem Wohnungsmarkt. Nach langen Jahren des Rückgangs scheint die Wohnungswirtschaft in diesem Jahr – zumindest landesweit – nach dem absoluten Tiefststand im Vorjahr wieder ein klein wenig an Boden zu gewinnen. Im Jahr 2008 wurden 14.008 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern neu errichtet, spürbar mehr als 12.245 aus dem Vorjahr. Leicht zurückgegangen sind hingegen die Genehmigungen für Einfamilienhäusern. Hier lag die Zahl mit 14.792 erneut unter der Summe des Vorjahres (2008: 15.208). Bei den Zweifamilienhäusern hingegen stieg die Zahl mit 2836 genehmigten Wohnungen gegenüber dem Vorjahr deutlich an (2008: 2732). Von den Genehmigungszahlen der vergangenen acht Jahre ist man trotz des Anstiegs allerdings noch weit entfernt. Nicht einmal die Genehmigungszahlen aus dem Jahr 2007 habe man erreichen können. Im Jahr 2007 wurden in NRW 38.588 neue Wohnungen genehmigt, 2003 waren es sogar 57.898.







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