26. 05. 2012
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Zahl der Kirchenaustritte erreicht neuen Höchststand
Die beiden großen christlichen Kirchen verlieren im Großraum Köln weiterhin Mitglieder. Wie das Kölner Amtsgericht am heutigen Donnerstag bekannt gab, stieg die Zahl der Kirchenaustritte im vergangenen Monat auf ein neues Jahreshoch. Insgesamt verließen 601 Personen die Katholische oder Evangelische Kirche. Vor allem die Katholische Kirche verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Austritte, wie die Gerichtsstatistik zeigt. Im vergangenen Monat registrierte die Behörde alleine bei den Katholiken 459 Austritte, mehr als in den beiden ersten Monaten des Jahres zusammen. Auch die Evangelische Kirche verlor mit 140 Mitgliedern deutlich mehr als im Vormonat. Hier ist allerdings der Januar 2010 mit 142 Austritten noch etwas negativer für die Kirche ausgefallen.
Zwar lässt sich bei den aktuellen Märzzahlen noch nicht von einem generellen Trend steigender Kirchenaustritte rechnen. Eine Verbindung zu den jüngst aufgedeckten Skandalen um Kindesmissbrauch in katholischen Einrichtungen dürfte aber nicht völlig unwahrscheinlich sein. Das Amtsgericht selbst machte dazu allerdings keine Angaben. Der Austritt erfolgt in der Regel ohne Begründung, wie der zuständige Pressedezernent des Amtsgerichts, Richter Jörg Baack, ausführte. Im gesamten vergangenen Jahr lag die Zahl der Kirchenaustritt in einer Spanne von 266 (September 2009) und 485 Austritten (Dezember) pro Monat. Rund zwei Drittel der Austritte waren dabei im Bereich der Katholischen Kirche, die restlichen Austritte bei der Evangelischen Kirche zu verzeichnen.


























