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25. 05. 2012
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Zahl der registrierten Straftaten stieg 2010 nur leicht an


14.03.2011 19:34 von:

Schlagwörter: Köln,Kriminalitätsstatistik,2010,Erhöhung,Polizeipräsident,Klaus Steffenhagen,Wo

Die Kölner Polizeibehörde hat am heutigen Montag die alljährliche Kriminalitätsstatistik vorgestellt. Trotz eines leichten Anstiegs der registrierte Straftaten um 1325 auf 149.259 Fälle, blieb die Zahl im Zuständigkeitsbereiches der Kölner Polizei (inklusive Leverkusen) unter der psychologisch so wichtigen Marke von 150.000 Straffällen pro Jahr. "Ungeachtet dessen, dass die Polizei Köln im letzten Jahr mit vielen zusätzlichen Aufgaben belastet war, hat sich die Kriminalitätslage stabilisiert", bilanzierte der Chef der Kölner Sicherheitsbehörde, Polizeipräsident Klaus Steffenhagen. Auch bei der Aufklärungsquote tat sich nicht wirklich viel, sie blieb mit rund 45 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, wie die Verantwortlichen weiter ausführten. Zuwächse gab es in den Bereichen Wohnungseinbruch, Diebstahl aus Kfz sowie der so genannten Beförderungserschleichung ("Schwarzfahrer").

Gerade das Problem der zunehmenden Anzahl von Wohnungsein- und aufbrüchen stellt für die Ermittler der Kölner Polizei ein besonderes Problem dar. Häufig kommen die hinter den Einbrüchen stehenden Diebesbanden teilweise aus weit entfernten Gegenden, bisweilen sogar aus dem Ausland. "Reisende Tätergruppen", die häufig für Wohnungseinbrüche verantwortlich sein sollen, machen hingegen eine schnelle Information sowie die schnelle Meldung der eigenen Beobachtungen notwendig, forderte Steffenhagen auf. Gerade wenn die Täter möglicherweise nach ihrer Tat sogar das Bundesland wechseln, seien die Hinweise wichtig für die weiteren Ermittlungen der Sicherheitskräfte, hieß es dazu weiter. In Köln lag die Zahl der Wohnungseinbrüche bei 4471, in Leverkusen kamen nochmals 525 Fälle dieser Art hinzu. Auch Kinder und Jugendliche befinden sich häufig unter den Tatverdächtigen, wie die Landesbehörde weiter mitteilte.

Deutlich zufriedener zeigten sich Steffenhagen und sein Leitender Polizeidirektor Norbert Wagner mit dem Ergebnis des Bereiches Straßenkriminalität. Hier sank die Zahl der Straftaten im gesamten Einzugsgebiet um 742 auf 43.581 ab. Gerade im öffentlichen Raum werden Straftaten besonders intensiv wahrgenommen und haben demzufolge einen großen Einfluss auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung, erklärten die Verantwortlichen den positiven Effekt. Mit einer Organisationsmaßnahme des Jahres 2007 und der daraus folgenden Bildung so genannter Bezirksteams konnte die Behörde ihre Präsenz auch in den vielen Kölner Stadtvierteln und Stadtteilen deutlich erhöhen. "Auch in der Zukunft werden wir weiterhin unseren Fokus auf den ‚Aktionsraum Straße’ setzen und direktionsübergreifend mit Einsatzkräften sowohl in Uniform, als auch in zivil unterwegs sein", betonte Steffenhagen weiter. Mit 5947 Gewalttaten (5443 in Köln) ging auch diese Zahl der registrierten Straftaten leicht zurück, wie die verantwortlichen abschließend anmerkten.

Zukünftig wollen Steffenhagen und seine Spezialisten weiter an Information, Netzwerkarbeit und gezeigter polizeilicher Präsenz arbeiten. Die Behörde nennt das inzwischen einen "Maßnahmen-Mix". Ziel ist weiterhin die Erhöhung der Sicherheit in der Domstadt, betonte Steffenhagen. Daran wolle man auch weiterarbeiten, obwohl die Stadt München entsprechend besser aufgestellt ist. Allerdings gebe es in der bayerischen Landeshauptstadt auch einen anderen Zuteilungsschlüssel, vor allem für die bereit gestellten Dienststellen. Köln könne da nicht mithalten, hieß es schon vor Wochenfrist. An dieser Einschätzung scheint sich vorläufig nichts geändert zu haben.


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