26. 05. 2012
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Zwischenbericht zum Leitbildprozess liegt vor
Der Kölner Leitbildprozess wurde im Jahr 2001 in Gang gebracht und nach rund zweijähriger Beratung im November 2003 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Stadtrat hat die Vorlage zum weiteren Vorgehen dann in seiner Sitzung am 18. Dezember 2003 auch offiziell beschlossen, nicht ohne von den Verantwortlichen regelmäßige Berichte einzufordern. Diesem Wunsch ist die Stadtverwaltung nun mit einem Zwischenbericht nachgekommen. Sie zeigt auf 138 Seiten im DIN-A-Format die Fortschritte und gibt einen Überblick über die mehr als 170 Projekte, die inzwischen in Köln angelaufen sind. Oberbürgermeister Fritz Schramma zeigte sich auf der heutigen Pressekonferenz zufrieden mit dem Prozess. "Wir den Leitbildprozess nicht top-down anlegen, sondern aus der Mitte der Gesellschaft heraus entwickeln. Das ist auch noch keineswegs abgeschlossen", so Schramma. Aus den ehemals acht Leitbildgruppen hatten sich damals fünf zentrale Handlungsfelder ergeben, die nun mit den entsprechenden Projektauflistungen erstmals dokumentiert wurden. Zur Präsentation des Zwischenberichts gab es noch zwei weitere "gimmicks". So wurde auch der Spiegel wieder ausgelegt, auf dessen Rückseite die Frage steht: "Wer setzt das Leitbild um?". Als Motiv für den Zwischenbericht wählten die Initiativen das Bild des kleinen Jungen, der auch schon die erste Broschüre aus dem Jahr 2003 schmückt.
Externe Beratung und seit Oktober 2008 eine eigene Koordinierungsstelle
Um den Leitbildprozess vor allem in seiner heißen Phase, aber auch darüber hinaus koordinieren zu können, holte sich die Stadt externe Hilfe bei der Prognos AG. Deren Partner Dr. Axel Seidel bestätigte, dass die Motivation der verschiedenen rund 200 am Leitbildprozess beteiligten und dort engagierten Menschen ungebrochen sei. "Es gab keine Motivationslöcher und eine außerordentlich gepflegte Streitkultur. Darauf können wir stolz sein", so der externe Moderator. Der Erfolg der bisherigen fünfeinhalb Jahre lässt sich auch daran bemessen, dass in den meisten Diskussionsgruppen immer noch die Sprecher aktiv sind, die dies bereits in gleicher Funktion zu Beginn des Prozesses waren. Im Jahr 2003 belief sich die Zahl der beteiligten Institutionen auf knapp 200, rund 350 Bürgerinnen und Bürger nahmen damals regelmäßig an den Sitzungen der einzelnen Gruppen teil, wie Seidel berichtete. Seit Oktober vergangenen Jahres gibt es zusätzlich im Amt des Oberbürgermeisters eine Stelle, die sich ausschließlich um die Koordinierung der verschiedenen Aktivitäten der Leitbildgruppen kümmert.
Die neue Leitbildbeauftragte der Stadt Köln, Birgit Kaven, hatte alleine in diesem Jahr bereits fünf Treffen mit den Sprechern der einzelnen Leitbildgruppen. Eine große Zusammenkunft soll es mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen allerdings erst im kommenden Jahr geben. Allerdings werden die neuen Mitglieder des Stadtrates bei ihren Schulungen im Gegensatz zur Situation vor fünf Jahren in diesem Jahr auch über den Leitbildprozess informiert. Kaven selbst wird die Schulungen durchführen. Auf City-Light-Postern wird das neue Motiv des Leitbilds Köln 2020 ab dem morgigen Dienstag für zwei Wochen nach außen kommuniziert. Oberbürgermeister Schramma und seine Mitstreiter versprechen sich davon frische Impulse und weiteren Zulauf zu den Leitbildgruppen. Eines der nächsten Ziele wird unter anderem ein Kriterienkatalog von fast 200 Punkten sein, mit denen die Leitbildgruppen den Erfolg ihrer bisherigen Arbeit messen sollen. Dies soll dann auch dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden.
Wer Interesse an der Teilnahme am Leitbildprozess hat, kann sich an Frau Birgit Kaven direkt wenden. Die Leitbildbeauftragte der Stadt Köln ist unter der Telefonnummer: 0221 / 221 – 25973 oder per Mail unter:
leitbild@stadt-koeln.de. Die Broschüre zum Zwischenbericht ist kostenfrei und ab sofort im Bürgerbüro des Oberbürgermeisters am Laurenzplatz erhältlich. Sie finden die Inhalt auch als download auf der städtischen Internetseite unter: www.stadt-koeln.de.


























