26. 05. 2012
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Zwischenbilanz: 11.000 Tonnen Schutt in 22.000 Arbeitsstunden weggeräumt
Die Kölner Feuerwehr und die eingesetzten Hilfskräfte haben nach dem Ende der Suche nach Verschütteten in über 22.000 Arbeitsstunden mehr als 11.000 Tonnen Schutt beiseite geräumt. Das sind nur einige der Zahlen, die am späten Donnerstagnachmittag vom Koordinierungsstab "Historisches Archiv" bekannt gegeben wurden. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind dabei rund 85 Prozent der verschütteten Archivalien geborgen worden. Derzeit sind die technischen Hilfsdienste mit dem Rückbau des Regenschutzdaches über dem Gelände beschäftigt. Unter deren Stützpfeilern vermuten die Experten weitere Archivalien in den dort liegenden Schuttmassen. Inzwischen sind die Arbeiten bis in eine Tiefe von 38 Metern über Normalnull, also in Höhe des Grundwasserspiegels angekommen. Es bleiben damit noch rund elf Meter bis zum absoluten Tiefpunkt des trichterförmigen Schutzkegels. Dieser liegt nach Einschätzung der Fachleute östlich an der Schlitzwand des unterirdischen Tunnelbauwerks.
Um auch die dort vermuteten Archivbestände bergen zu können, müssen allerdings vorab weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Das wird aber noch mindestens einige Wochen in Anspruch nehmen, hieß es dazu aus dem Gremium. Diese Fragestellungen werden auch im Kontakt mit der Staatsanwaltschaft und der Justiz derzeit von einer fachübergreifenden technischen Sondergruppe unter Beteiligung der städtischen Sachverständigen untersucht. Das Erkundungs- und Monitoring-Programm des Bodens und der benachbarten Gebäude wird unterdessen weiter fortgesetzt, Gutachter begleiten das Vorhaben. Für die Gewerbetreibenden an und nahe der Severinstraße soll es nach derzeitigen Planungen einen vierten verkaufsoffenen Sonntag geben. Oberbürgermeister Fritz Schramma hat jetzt eine entsprechende Verwaltungsvorlage an die Bezirksvertretung und die Fachausschüsse unterzeichnet. Der verkaufsoffene Sonntag soll am 25. Oktober 2009 stattfinden. Den ersten verkaufsoffenen Sonntag hatte der örtliche Handel als außerordentlich erfolgreich bewertet.
Das Koordinierungsgremium hatte sich dabei nochmals für die breite Unterstützung bedankt, die dem Historischen Archiv und den Betroffenen vor Ort zugute kommt. Erst am gestrigen Mittwoch fand im Kölner Dom ein gemeinsames Konzert des Gürzenich-Orchester, der Kölner Oper und dem Domkapitels statt. Schon am 1. Juni dieses Jahres wird zudem die neue Veedelsmanagerin ihre Arbeit in der Südstadt aufnehmen. Ihre Einsetzung wurde allerdings schon vor der Katastrophe beschlossen. Ähnlich den Projekten in anderen Stadtteilen wird sich die "Veedelsmanagerin" unbürokratisch und fachübergreifend um die Belange der Geschäftsleute und Anlieger in der Severinstraße kümmern.


























