26. 05. 2012
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Köln: Ältere Damen werden Opfer von Trickdieben
(na) Am gestrigen Mittwoch wurden im Kölner Stadtgebiet zwei Seniorinnen von bisher unbekannten Tätern übertölpelt. In beiden Fällen entkamen die Täter unerkannt. Der erste Fall ereignete sich im Kölner Stadtteil Worringen. Ein unbekannter, etwa 30 bis 40 Jahre alter Mann, klingelte an der Haustür der 72-jährigen Kölnerin. Der gab sich als „Wasserwerker“ aus und wolle die Leitungen überprüfen. Da sich nicht weit vom Wohnhaus der Frau entfernt, an der Straße „An den Kaulen“ tatsächlich eine Baustelle befand, ließ die Seniorin den vemeintlichen Installateur ins Haus. Zwar blieb die ältere Dame die gesamte Zeit bei dem Fremden. Doch ein einziger, kurzer Augenblick der Unaufmerksamkeit reichte aus, damit der Täter die Geldbörse der Seniorin und einige weitere Wertsachen einzustecken und mit seiner Beute das Weite zu suchen. Der Mann war etwa 30 bis 40 Jahre alt, etwas dicklich, 1,70 Meter groß und trug schwarze Haare. Der mit leichtem, osteuropäischem Akzent sprechende Mann trug Arbeitskleidung und eine schwarze Jacke, so die Zeugenbeschreibung.
Auch eine 85-jährige Seniorin im Kölner Stadtteil Lindenthal wurde am gleichen Tag von einem Trickdieb heimgesucht. Gegen 15 Uhr erhielt sie einen Anruf, in dem sich ein Mann als Kriminalbeamter ausgab. Der Anrufer berichtete, einen Dieb festgenommen zu haben, der auch der 85-Jährigen Schmuck gestohlen haben soll. Allerdings müsste noch ein Abgleich der Beute in der Wohnung der älteren Dame stattfinden. Zu diesem Zweck käme dann in Kürze ein "Kollege" vorbei. Nur zehn Minuten später klingelte es bei der Seniorin. Ein Mann zeigte ihr ein "Ausweisdokument" und gab sich als Kriminalbeamter aus. Die Frau öffnete die Tür und ließ den vermeintlichen Kriminalbeamten hinein. Doch der erkannte sofort, dass die Seniorin ihm nur Modeschmuck zeigte, verließ er die Wohnung wieder ohne Beute. Der Mann soll ein etwa 35 Jahre alter Deutscher mit normaler Statur gewesen sein. Der etwa 1,70 Meter große Mann trug zum Tatzeitpunkt eine grüne Baseballkappe.
Nur wenige Stunden später, gegen 18:15 Uhr ereignete sich ein dritter Vorfall. Eine 72-jährige Seniorin im Kölner Stadtteil Buchforst erhielt ebenfalls Besuch von einem vermeintlichen Kriminalbeamten. Er zeigte der Frau eine silberfarbene Dienstmarke zum Beweis seiner angeblichen Legitimierung. Doch die Seniorin ließ sich nicht übertölpeln und verzichtete darauf, die Sperrkette von der Tür zu nehmen. Sie blieb misstrauisch. Da es keinen Grund für einen unerwarteten Polizeibesuch gebe, kündigte sie an, von sich aus die Polizei anzurufen. Sie schloss die Tür und auch der Fremde verschwand danach fluchtartig. Er war etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß, offenbar deutscher Herkunft und trug kurze, braune Haare. Auffällig war ein sehr gepflegtes Erscheinungsbild, denn zur Tatzeit war er mit einem grauen Anzug und einer Krawatte bekleidet.
In allen drei Fällen ermittelt nun das zuständige Kriminalkommissariat 25 der Kölner Polizei. Vor allem das Verhalten der dritten Seniorin war vorbildlich. Bei solchen und ähnlichen Vorfällen ist es in den meisten Fällen hilfreich, den vermeintlichen Polizeibeamten erst einmal nicht in die Wohnung zu lassen. Schon am Telefon könnte man klären, ob der Anrufer, der sich als Polizeibeamter ausgibt, tatsächlich zur Staatsmacht gehört.


























