26. 05. 2012
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Köln: Betrüger wieder mit neuer Masche unterwegs
(na) In den vergangenen Tagen sind im Kölner Stadtgebiet mehrere Senioren um Wertsachen gebracht worden. Es handelt sich nach Angaben der Polizei um eine in Ansätzen wiederkehrende Variante der Enkelmasche mit sofortiger Ausführung. Eines der Opfer war eine 84-jährige Seniorin in Lindenthal am gestrigen Montagmittag. Gegen 12:45 Uhr klingelte ein Unbekannter an der Haustür und stellte sich als „entfernter Verwandter“ vor. Angeblich wolle er Geld bei seinen „Familienangehörigen“ hinterlegen. Die Seniorin fiel auf die dreiste Masche herein und zeigte dem Mann ihr Geldversteck. Zwar bat sie den ungebetenen Gast kurz danach auf, die Wohnung zu verlassen. Doch es war bereits zu spät, der Unbekannte hatte ihr Portemonnaie entwendet, wie die Seniorin später feststellen musste.
Auch in den anderen drei Fällen klingelte ein unbekannter Mann und bat um Einlass. Bereits eineinhalb Stunden zuvor hatte der Mann bei einem älteren Ehepaar die gleiche Masche versucht, allerdings ließen sich die beiden Eheleute (74 und 80 Jahre alt) nicht übertölpeln. Der Mann verließ die Wohnung wieder ohne Beute. Gegen 17 Uhr schlug der Unbekannte dann in der Nikolaus-Groß-Straße zu. Hier hatte er sich eine 85-jährige Seniorin als Opfer ausgesucht. Als „entfernter Verwandter“ wollte der Täter einen Umschlag in einem „Tresor“ deponieren. Die Seniorin ließ den Mann in die Wohnung. Ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte. Der Unbekannte hatte ihr Bargeld und weitere Wertsachen gestohlen.
Der Unbekannte soll zwischen 50 und 60 Jahre alt gewesen sein. In einem Fall trug er eine Schirmmütze. Auch von einem auffälligen Schneidezahn ist die Rede. Derzeit ermitteln die Beamten des zuständigen Kriminalkommissariats 25 der Kölner Polizei, ob es sich bei dem Täter um ein und die gleiche Person handelt. Die Polizei empfiehlt älteren Menschen, misstrauisch zu bleiben, wenn angebliche Verwandte plötzlich vor der Tür stehen. Auch mit Informationen sollte man zurückhaltend sein. Hinweise zu diesen und ähnlichen Fällen richten sie an das Kölner Polizeipräsidium unter der Rufnummer: 0221 / 229 – 0.


























