26. 05. 2012
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Bilfinger Berger verspricht schonungslose Aufklärung
Der Vorstandsvorsitzende des Mannheimer Baukonzerns Bilfinger Berger, Herbert Bodner, hat in einem persönlichen Schreiben an Oberbürgermeister Jürgen Roters eine "gründliche und schonungslose Aufklärung" angekündigt. Das berichtete die Tageszeitung Die Welt am heutigen Donnerstag auf ihrer Internetseite. Nach immer neuen Enthüllungen um Pfusch am Bau, nicht eingebaute Stahlklammern und gefälschte Bauprotokolle hatten die Verantwortlichen von Stadt und KVB in den vergangenen Tagen massive Kritik geübt. Zuletzt stand sogar eine Kündigung der Verträge mit dem Mannheimer Konsortialführer der Arge Los-Süd im Raume.
"Der Umgang mit den Schlitzwand-Vermessungsprotokollen ist völlig unakzeptabel und muss umfassend aufgeklärt werden", zitierte die Welt den Bilfinger Berger-Vorstandsvorsitzenden. Allerdings sei die Standsicherheit nicht nur etwaige geometrische Abweichungen gefährdet, ließ Bodner wissen. "Der fehlende Einbau von Schubhaken an den Stoßstellen der Schlitzwandbewehrung ist für mich als Bauingenieur unbegreiflich und mir in meiner langjährigen Berufserfahrung noch nicht untergekommen", so Bodner gegenüber der Welt. Auch die Firmen der bauausführenden Arge unterstützen die Ermittlungsarbeiten ohne Einschränkungen, hieß es dazu weiter. Selbst wenn die so genannten "Schubhaken" fehlen würden, seien die unterirdischen Bauwerke trotzdem standsicher. Die derzeitigen zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen seien rein vorsorglicher Natur, so das Unternehmen abschließend.
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