26. 05. 2012
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Ehemaliger Praktikant soll sich an Kindern vergangen haben
Es ist ein schwerwiegender Verdacht. Ein heute 23-jähriger ehemaliger Praktikant an der städtischen Kindertagesstätte Dorotheenstraße im Kölner Stadtteil Porz-Urbach soll sich während seiner Zeit dort an Kindern vergangen haben. Das meldete am gestrigen Nachmittag das Presseamt der Stadt Köln. Der junge Mann soll in mehreren Fällen Kinder sexuell belästigt und sogar missbraucht zu haben, so der Vorwurf. Gemeldet wurde der Verdacht bereits Anfang April. Als die Leiterin der Betreuungseinrichtung von den Vorfällen erfuhr, wurde der Mann sofort entlassen. Die Stadt Köln schaltete sofort die Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch "Zartbitter e.V." ein. Eltern der betroffenen Kinder und Zartbitter e.V. haben in Absprache mit der Stadt Köln am 7. April Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Praktikant war seit Jahresanfang in der Einrichtung tätig.
Das städtische Jugendamt prüft derzeit, ob neben der bereits erfolgten sofortigen Entlassung des Praktikanten weitere personelle Konsequenzen erforderlich werden. Unabhängig von Schuldzuweisungen in Sachen Aufsicht gegen Mitarbeiter und unabhängig davon, wie das polizeiliche Verfahren weiter vorangeht, wird dieser Schritt als Möglichkeit für die Kinder, Mütter und Mitarbeiter der Einrichtung gesehen, die möglichen Vorkommnisse in der Einrichtung besser zu verarbeiten, versprechen die Verantwortlichen. Weitere Einzelheiten zu dem Fall teilte die Stadt aus Rücksicht auf das derzeit laufende Ermittlungsverfahren von Polizei und Staatsanwaltschaft nicht mit.
Aktualisierung: 11:25 Uhr
Wie die Kölner Polizei soeben bekannt gab, wurde der Verdächtige um 8:30 Uhr an seinem Wohnort festgenommen. Der Beschuldigte hat sich einen Anwalt genommen und zur Tat bislang keine Aussage gemacht, teilte die Polizei weiter mit. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Vortag Ermittlungen wegen des Verdacht auf Sexualstrafdelikte aufgenommen.


























