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26. 05. 2012
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Fast Nackter Protest auf der Schildergasse


18.01.2010 08:44 von:

Schlagwörter: Köln,Schildergasse,ETN,Italien,Hundelager,Privatisierung,Boykottaufruf,Tierschut

Die Situation in italienischen Hundelagern ist nach Darstellung des Vereins ETN Europäische Tier- und Naturschutz e.V. eine echte "Hundehölle". Geschätzte 1000 bis 2000 Hunde leben dort in verschiedenen Lagern, der Verein fordert eine gesetzliche Höchstgrenze von 200 Hunden pro Lager, um so eine angemessene Unterbringung der vierbeinigen Streuner sicherzustellen. Die Initiatoren schätzen, dass Hunderttausende Hunde dort unter erbärmlichen Bedingungen ihr Dasein fristen müssen. Viele der Tiere leiden an Krankheiten, sie leiden unter Bewegungsarmut in den überbelegten und viel zu kleinen Käfigen. Die Betreiber füttern die Hunde mit Lebensmittelresten. Ein lukratives Geschäft für die Besitzer von Hundelagern, wie die ETN kritisiert.

Der Verein hat nun Deutschland zum Schauplatz ihres Protests auserkoren. Die Verantwortlichen rufen zum Boykott italienischer Waren sowie zum Verzicht auf einen Urlaub in Italien auf. "Die Canili sind die Hundehölle auf Erden: Hier herrscht totale Hoffnungslosigkeit", beschreibt Wolfgang Stephanow, designierter Präsident des ETN, die italienischen Hundelager, die er im Dezember 2009 besucht hat. Für eine Kulturnation wie Italien sei das eine "Schande", so Stephanow weiter. Zwar gibt es in Italien seit 1991 ein Tierschutzgesetz, das die Tötung von Streunern untersagt. Da die Gemeinden aber mit der Unterbringung der Hunde überfordert waren, wurden Privatfirmen mit dem Unterhalt der Canili betraut – ein lukratives Geschäft. Zwischen 1,80 und sieben Euro erhält der Betreiber pro Tier am Tag. Profitabel werden die Tierheime dadurch, dass die Tiere nur am Rande des Existenzminimums dahinvegetieren. Um den Gewinn weiter zu steigern, überschreiten fast alle Betreiber die staatliche Begrenzung auf 200 Hunde pro Canile. Nach Informationen des Vereins finden keinerlei staatliche Kontrollen statt. Sogar tote Hundekadaver sollen verfüttert worden sein, so der Verein.

Eigenen Angaben zufolge unterstützen rund 100.000 Menschen die Anliegen des ETN, einer der größten gemeinnützigen Tier- und Naturschutzorganisationen. Der Verein arbeitet demnach mit über 100 nationalen und internationalen Partnerorganisationen an Projekten vor Ort. Der regionale Schwerpunkt liegt in Süd- und Osteuropa. Auch in Deutschland ist der Verein aktiv. Hier werden mithilfe des Vereins unter anderem Tier- und Naturschutzhöfe realisiert.

Weitere Informationen zum Verein und seinem Anliegen finden Sie auf der Internetseite unter: www.etn-ev.de.







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