26. 05. 2012
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Köln: Am Waidmarkt gibt erneut die Erde nach
Am gestrigen Donnerstagnachmittag gab im nördlichen Bereich der Baugrube auf dem Grund des ehemaligen Historischen Archivs am Kölner Waidmarkt erneut der Boden nach. Wie das städtische Presseamt am gestrigen Abend bekannt gab, sind zwischen fünf und zehn Kubikmeter Erdreich abgesackt. Noch am gleichen Abend ordneten die Verantwortlichen an, dass das Loch mit Beton verfüllt wird. Eine Gefahr für die in der Baugrube beschäftigten Angestellten des Tiefbauunternehmens und die Anwohner bestand zu keinem Zeitpunkt. Die Auffüllarbeiten sollen bereits in Kürze abgeschlossen sein. Ziel im weiteren Zeitplan ist unverändert der 20. August. An diesem Tag soll die fertig gestellte Bergungsgrube dem von der Staatsanwaltschaft beauftragten Sachverständigen übergeben werden. Der soll dann zunächst für 30 Tage nach den Ursachen der Einsturzkatastrophe forschen.
Das Loch wurde am gestrigen Nachmittag am nördlichen Böschungsrand entdeckt. Möglicherweise ist der Hohlraum auch durch die starken Regenfälle ausgeschwemmt worden, so die Vermutung von Experten. Allerdings dauern die Bodenuntersuchungen an der entsprechenden Stelle noch. Die nördliche Böschung besteht im oberen Bereich aus provisorisch befestigtem Schuttmaterial aus dem Einsturz des Historischen Archivs, bzw. der angrenzenden Gebäude. Als erste Maßnahme wird die Stickstoffzugabe der Vereisungsanlage erhöht, um einen größeren Eiskörper herzustellen. Die Betonverfüllung ist folglich nur ein Teil der vom Baustellenmanagement eingeleiteten Reaktion.
Erst vor wenigen Monaten hinterließ ein erster Erdrutsch am Nordrand des Kraters ein mehrere Meter breites und noch tieferes Loch. Für die angrenzenden öffentlich zugänglichen Bereiche bestand zwar nach Auskunft der Verantwortlichen keine Gefahr. Doch seit dem 3. März 2009 reagiert die Öffentlichkeit sehr empfindlich auf Meldungen wie diese. Nachdem man zunächst bei der Stabilisierung des Bodens eine Schaumverfüllung benutzte, sind seit dem ersten Absacken am Nordrand der Grube auch Vereisungsmaschinen zum Einsatz gekommen. Dieses Verfahren wurde als sicherer bezeichnet. Aber offenbar hält der Untergrund unter der Baugrube für die Beteiligten noch weitere Überraschungen bereit.


























