26. 05. 2012
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Köln-Ehrenfeld: Ordner von pro Köln sollen Polizisten angegriffen haben
Wie lokale Medien am heutigen Freitag berichteten, haben sich die
Vorfälle im Ehrenfelder Bezirksrathaus im Rahmen einer so genannten
„Bürgeranhörung“ abgespielt.
Auch der noch amtierende stellvertretende Bezirksbürgermeister von
Köln-Ehrenfeld Jörg Uckermann, inzwischen Mitglied bei pro Köln, war in
die Auseinandersetzung verwickelt. Er soll eine protestierende Muslima
zunächst fotografiert und nach deren Protest sogar getreten haben.
Anschließend sei die junge Frau von weiteren Aktivisten der
vermeintlichen Bürgerbewegung am Boden liegend weiter mit Tritt
traktiert worden sein.
Ein Polizeibeamter in Zivil und seine ebenfalls in Zivil agierende
Kollegin kamen der jungen Frau zu Hilfe und wurden selbst Opfer der
Angriffe, wie beide anschließend zu Protokoll gaben. Zwar wurde bei den
Auseinandersetzungen niemand ernsthaft verletzt. Doch sowohl die
Polizeibeamten in Zivil als auch die junge Frau erstatteten Anzeige
wegen Körperverletzung. Neben Uckermann soll auch der stellvertretende
Vorsitzende von „pro Köln“ Markus Wiener handgreiflich geworden sein.
Wiener fiel bereits bei der Bürgeranhörung zum geplanten
Ditib-Moscheebau im Gymnasium Kreuzgasse vor über einem Jahr negativ
auf, als er nach wiederholten Störungen und Zwischenrufen unter
lautstarkem Protest aus dem Saal geführt wurde.
Pro Köln-Chef Markus Beisicht widersprach dieser Darstellung. Nicht
seine Organisation sonder die protestierenden „Linken“ hätten sich
rechtswidrig verhalten, ließ Beisicht in einer Stellungnahme wissen.
Diese Version wollte die Polizei Berichten zufolge aber nicht
bestätigen. Insgesamt protestierten rund 80 Personen vor dem
Bezirksrathaus gegen die Veranstaltung, auch die
Bezirksschülervertretung hatte zu Protesten vor dem Ehrenfelder Rathaus
aufgerufen.


























