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26. 05. 2012
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Köln: Rolf Bietmann wegen Beraterhonorar in der Kritik


22.01.2009 22:20 von:

Schlagwörter: Köln,Beratervertrag,Prof. Rolf Bietmann,Sparkasse KölnBonn,Kritik,Grüne,Linke

  Rolf Bietmann, Direktkandidat für die CDU im linksrheinischen Wahlkreis 95 (Köln II) bei der bevorstehenden Bundestagswahl, gerät immer mehr in die öffentliche Kritik. Hintergrund ist das Ergebnis eines Berichts der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) im Zusammenhang mit einem Beratungsvertrag zwischen Bietmann und der Sparkasse KölnBonn. Bietmann soll bei der Anmietung des Versicherungskonzerns Talanx maßgeblich mitgewirkt haben, wie die Kölner Lokalpresse am heutigen Donnerstag die Beziehung beschrieb. Der CDU-Politiker war zwischen 1999 und 2004 Vorsitzender des Verwaltungsrats des damals noch als Kölner Stadtsparkasse firmierenden Kreditinstituts tätig. Nach Bekanntwerden des Vertrages und der Aussage der Wirtschaftsprüfer, sie hätten in den ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen keine Belege für die geleisteten Dienste gefunden, schoss sich der politische Gegner auf die Person Bietmanns ein.

Grüne und SPD fordern Konsequenzen

Am heutigen Donnerstag forderte die Ratsfraktion der Grünen den CDU-Politiker auf, sein Mandat als Chef des Aufsichtsrates beim Kölner Energieversorger RheinEnergie zu beenden. Die nun öffentlich gewordenen Vorgänge seien "Ausdruck der politischen Unkultur, für die die Kölner Kommunalpolitik, die Verwaltung und städtische Unternehmen seit Jahrzehnten pauschal als Klüngelmetropole kritisiert werden", erklärte der Vorstand der grünen Ratsfraktion in einer Stellungnahme. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, wolle man nun in den zuständigen Gremien darauf hinwirken, die bestehenden Verträge zwischen Bietmann und den stadtnahen Gesellschaft offen zu legen. Die Grünen sehen durch diesen Vorfall zudem einen Imageschaden gegenüber auswärtigen Investoren, hieß es dort weiter. Auch die Linke kritisierte das Verhalten des ehemaligen Kölner Ratspolitikers. "Herr Bietmann hat sein Amtsträgerwesen für berufliche Zwecke missbraucht", so der Vorwurf von Fraktionschef Jörg Detjen. Seine Fraktion wolle den Beratervertrag auf der nächsten Sitzung des Stadtrats zum Gegenstand einer Debatte machen, kündigte Detjen an.

Kurze Zeit später meldeten sich auch die Parteifreunde Bietmanns zu Wort und kritisierten ihrerseits die Arbeit des Vorstandes der Sparkasse. Die Haltung der Sparkasse KölnBonn in Bezug auf den bereits erwähnten Bericht sei nicht hinnehmbar, erklärte der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion und Mitglied im Verwaltungsrat des Geldinstituts Winrich Granitzka. "Eine Aufklärung über mehrere Wochen, wie sie seitens des Vorstandes der Sparkasse KölnBonn angekündigt wurde, sei nicht akzeptabel", so der CDU-Politiker weiter. Er habe daraufhin vom Vorsitzenden des Verwaltungsrats, SPD-Fraktionschef Martin Börschel, die Einberufung einer Sondersitzung gefordert, hieß es dazu abschließend.







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