26. 05. 2012
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Köln: Staatsanwaltschaft prüft Anfangsverdacht gegen Mitarbeiter des Jugendamtes
Im Zuständigkeitsbereich des Kölner Jugendamtes wurde bereits vor Monaten ein weiterer Fall von Kindesmissbrauch aufgedeckt. Ein heute 13 Jahre altes Mädchen soll von ihrem Stiefvater massiv missbraucht worden sein. Der steht inzwischen vor dem Kölner Landgericht im Mittelpunkt eines Verfahren. Seit wurde die Familie des Mädchens durch Erziehungshilfen der Stadt Köln begleitet. Ein Mitarbeiter, der den Fall damals bearbeitet hat, wurde bereits vor einigen Monaten in einen anderen Bereich des Jugendamtes versetzt, kurz nachdem die ersten Vorwürfe bekannt wurden. "Umsetzungen in andere Aufgabenbereiche werden ohne Ansehen der Person und unabhängig von Verdachtsmomenten in Fällen vorgenommen, in denen aufgrund der Geschehnisse ein Wechsel aus grundsätzlichen oder auch psychologischen Gründen angezeigt ist", hieß es in der heutigen Stellungnahme.
Die Kölner Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob gegen den Mitarbeiter ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden soll, hieß es in der städtischen Erklärung weiter. In der Lokalpresse hörte sich das anders an. Demnach ermittelt die Behörde auch gegen einen Verantwortlichen des Jugendamtes wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung. Unabhängig davon betonte die Stadt ihre unbedingte Unterstützung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Derzeit wird gegen den Stiefvater vor dem Kölner Landgericht verhandelt. Die inzwischen siebenköpfige Familie wird bereits seit sieben Jahren vom Jugendamt betreut. Eine Sozialarbeiterin hatte bereits vor drei Jahren Verdacht geschöpft. Damals war die damals Zehnjährige nach einem angeblichen Unfall in der Kinderklinik Amsterdamer Straße behandelt worden. Als sie das Jugendamt über den Verdacht informierte, wies man sie zurück, berichteten lokale Medien weiter. Von der Stadt gab es wegen des laufenden Verfahrens keine weiteren Aussagen zum Vorfall.


























