26. 05. 2012
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Kölner Kardinal Meisner zieht erneut Nazi-Vergleich
Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner ist erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Und erneut war es ein umstrittener Vergleich mit den Nationalsozialisten, der den Kirchmann in die bundesweiten Schlagzeilen brachte. Was war passiert? In einer am gestrigen Sonntag verbreiteten Rede, die das Kölner Kirchenoberhaupt an Allerheiligen im Kölner Dom gehalten habe, verglich der Kardinal die Ideen des britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins mit denen der Nazizeit. "Ähnlich wie einst die Nationalsozialisten im einzelnen Menschen primär nur den Träger des Erbgutes seiner Rasse sahen, definiert auch der Vorreiter der neuen Gottlosen, der Engländer Richard Dawkins, den Menschen als 'Verpackung der allein wichtigen Gene', deren Erhaltung der vorrangige Zweck unseres Daseins sei", so die Textpassage.
Dawkins selbst gilt als ein ausgewiesener Kritiker von Religion. Der Evolutionsforscher ist zugleich Autor zahlreicher Bücher und wurde bereits mit mehrere renommierten Preisen ausgezeichnet. Sein Buch "Gotteswahn" hatte auch unter den Vertretern der Katholischen Kirche für Unmut gesorgt. So trete der vom Mensch geschaffene Mensch nicht mehr als Geschenk des Schöpfers, sondern als Produkt, das nach selbst gewählten Bedürfnissen selektiert werden könne", erklärte der Kölner Erzbischof. Das aber verstoße gegen die Menschenwürde. Ein Vergleich mit den Terrorregimen des Nationalsozialismus und des Kommunismus aber zeige, dass dies nicht ins menschliche Glück sondern an den Abgrund führe. "Dafür stehen die KZ’s und Gulags", so Meisner abschließend.


























