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26. 05. 2012
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Kritik an Kosten für Oper-Übergangslösung


04.05.2008 22:00 von:

Schlagwörter: Köln,Oper,Zwischenlösung,Kosten,Kritik

Das führte zu massiver Kritik seitens Kölner Kulturpolitiker.   In einem Grundsatzbeschluss hatte der Kölner Stadtrat im vergangenen Jahr festgelegt, dass für die Übergangslösung gerade einmal ein Drittel der nun veranschlagten Kosten einkalkuliert war. Der Umbau des Ensembles am Opernplatz (Opernsanierung und Neubau Schauspielhaus) kann nach derzeitigem Planungsstand im Jahr 2011 beginnen und wird derzeit mit einem reinen Bauvolumen von knapp über 230 Millionen Euro veranschlagt. Für eine Übergangslösung während der dreijährigen Umbauphase waren zwölf Millionen Euro veranschlagt. Die Kritik von SPD-Fraktionschef Martin Börschel an der geplanten Übergangslösung erwiderte Oberbürgermeister Fritz Schramma am Wochenende mit Gegenkritik. Schramma sprach in diesem Zusammenhang von „ungelegten Eiern“ und warf Börschel Unseriosität vor.

Vergleich zur Alternative Eifelwall

Ein Vergleich zwischen den Zwischenspielstätten Eifelwall und Staatenhaus, der seinerzeit favorisierten Variante, zeige allerdings, dass die erstgenannte Alternative mit einem voraussichtlichen Kostenaufwand von 56 Millionen Euro noch einmal deutlich teurer werden würde. Der dritte von der Stadtverwaltung geprüfte Standort – die Uniwiesen – schied allerdings schon früh aus, da er nach Angaben der Verwaltungsexperten nicht genehmigungsfähig sei. Der Standort Eifelwall sehe aber den Einsatz so genannter „fliegender Bauten“ vor. Auch Schramma räumte ein, dass die derzeit vorliegenden Kostenschätzungen die in früheren Fachgutachten ermittelten Werte deutlich übertreffen. Demnach komme eine Zwischenlösung im Staatenhaus nur dann in Betracht, „wenn ein Nachnutzer oder ein Investor gefunden werde“, erklärte Schramma. Den Vorwurf der Stümperhaftigkeit wies das Kölner Stadtoberhaupt aber entschieden zurück. Die nun genannte Interimslösung wäre ohnehin nicht im Rat vorgelegt worden, erklärte Schramma weiter.

Nun wolle man vonseiten der Verwaltung kostengünstigere Varianten prüfen. Diesem Ansinnen schloss sich auch das Kölner Bürger-Bündnis (KBB) an. Deren Ratsmitglied und Oberbürgermeister-Kandidat Dr. Martin Müser nannte die Kosten für das Provisorium „indiskutabel“. Ein Vergleich mit der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zeige, dass es wesentlich günstigere Lösungen gebe. Eine ähnliche Übergangslösung beim Umzug der Deutschen Oper hatte lediglich 1,9 Millionen Euro gekostet. Auf der kommenden Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag dieser Woche will Müser eine Aktuelle Stunde beantragen. Dabei schloss er auch nicht aus, „gegebenenfalls noch mal einen Neubau des Opernhauses zu diskutieren“. „Offenbar wähnt sich Kulturdezernent Quander im Besitz einer vom Rat ausgestellten Lizenz zum Gelddrucken“, ergänzte der Vorsitzende des KBB Andreas Henseler.

Noch vor der Sommerpause soll die Verwaltung eine entsprechende Vorlage vorbereiten, auf deren Basis dann weitere mögliche Alternativen für die drei Jahre währende Interimsphase genannt werden sollen.







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