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26. 05. 2012
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Kunstfälschungen: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage


25.05.2011 15:27 von:

Schlagwörter: Kunstfälschungen, Kunstmarkt, Kunstskandale

 

(TB) Die „Sammlung Jägers“ und die „Sammlung Wilhelm Knops" beschäftigen immer noch die Staatsanwaltschaft Köln. Nun hat die Anklagebehörde in 14 Fällen Anklage wegen Kunstbetrugs in Millionenhöhe erhoben. Außerdem meldeten die Ankläger, dass sie gegen drei weitere Personen in ingesamt 33 Fällen vorgehen werden.

Den Beschuldigten wird gewerbsmäßig begangener Betrug sowie Urkundenfälschung vorgeworfen. Den Angeklagten drohen Haftstrafen von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

Max Pechstein, Heinrich Campendonk, Max Ernst, André Derain, Kess van Dongen und Fernand Léger schillernde Namen mit denen wohl jeder Sammler seinen Salon gerne schmücken würde. Um die Glaubwürdigkeit der angebotenen Fälschungen zu untermauern konstruierten die Täter eine regelrechte Geschichte um die Stücke, hierzu gehörte die Mär von tatsächlich niemals existierenden Sammlungen, eben die „Sammlung Jäägers“ und die „Sammlung Knops.“

Die Beschuldigten sind die Enkelin des 1992 in Köln verstorbenen Werner Jägers, die 52-jährige Helene B., ihre 53 Jahre alte Schwester Jeanette S. und ihr 60-jähriger Ehemann Wolfgang B.. Auch der Enkel des 1957 verstorbenen Wilhelm Knops, der 67-jährige Otto S. gehört zu den Angeklagten, diese sitzen mit Ausnahme von Jeanette S. in Untersuchungshaft.

In Köln zielten die Aktivitäten der Beschuldigten vor allem auf das traditionsreiche Kunsthaus Lempertz. Henrik Hanstein, der Inhaber des Auktionshauses, sagte seinerzeit die Bilder hätten "einen guten Eindruck" hinterlassen. Eine Sammlung „Jägers“ oder eine Sammlung „Knops“ war in der Auktionsszene bis Dato allerdings nicht bekannt geworden. Hanstein ließ sich dennoch hinreissen und bot die „Werke“ an. Doch das Kölner Auktionshaus war hier keineswegs besonders leichtsinnig, denn viele Auktionshäuser, Museen und auch Kunstsachverständige waren auf die gar nicht schlecht gemachten Fälschungen hereingefallen.

Die erbeuteten Millionen sollen auf Konten in der Schweiz, in Andorra und in Frankreich geflossen sein, gefunden hat man das Geld jedoch noch nicht.







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