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26. 05. 2012
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KVB: Flutung der Haltestelle Heumarkt immer unwahrscheinlicher


02.03.2010 01:46 von:

Schlagwörter: Köln,Heumarkt,2010,Haltestellenbauwerk,Betonnierarbeiten,Stahlklammern,Verkehrss

Zwar hat am gestrigen Sonntag der Orkan "Xynthia" der Stadt schwer zugesetzt und zu zahlreichen Schäden geführt. Aber das befürchtete Hochwasser und der damit zeitverzögert einsetzende Anstieg des Grundwasserpegels an der Nord-Stadtbahn-Haltestelle Heumarkt scheint geringer als erwartet. Damit, so meldete die Kölner Verkehrsbetriebe AG KVB am heutigen Montagabend, werde eine Flutung des unterirdischen Bauwerks immer unwahrscheinlicher. Unterdessen treiben die bauausführenden Firmen die Betonnierarbeiten an der Baustelle mit hoher Intensität voran. Geschätzte 500 bis 600 Fahrten von Betonmischfahrzeugen sind notwendig, um die 2850 Kubikmeter schnell härtenden Beton in die Tiefe zu füllen, um damit die Zwischendecke des Haltestellenbauwerks herzustellen. Die Verantwortlichen betonten, dass vor dem Abfüllen des Betons der Zustand des Baumaterials geprüft werden. Neben der Bauleitung und so genannter Betoningenieure ist auch ein Gutachter der RWTH Aachen vor Ort, um diese Kontrollen durchzuführen, versicherte der Bauherr weiter. Pro Betonmischer stehen den Bauarbeitern lediglich eine Viertelstunde bis maximal 20 Minuten zur Verfügung. Häufig waren zeitgleich vier bis acht Betonmischfahrzeuge vor Ort, um den reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten zu gewährleisten.

Neben der einspurigen Verkehrsführung der Augustiner- und der Pippinstraße zwischen Deutzer Brücke und Neumarkt sind die Kasinostraße komplett und die Kleine Sandkaul für den Individualverkehr gesperrt. Die Buslinie 130 darf indes weiter die Straße Kleine Sandkaul passieren und in Richtung Rheinufer auf die Pippinstraße abfahren. Allerdings gab es wiederholt Beschwerden über den Umgang mit Medienvertretern. So wurden gleich mehrere Kamerateams daran gehindert, Bilder von fließendem Beton sowie Nahaufnahmen der Abfüllstützen zu machen. Nach Informationen gab es auch die Maßgabe, das Überqueren des für den Busverkehr freigegebenen Übergangs zwischen Pippinstraße und Kleine Sandkaul für sämtlichen Personen zu sperren. Durch die Verkehrsbeschränkungen gab es zwar lange Rückstaus im Berufsverkehr, zur Mittagszeit aber hatte sich offenbar herumgesprochen, dass es an dieser Stelle ein Nadelöhr gab. Die Rückstaus in beide Fahrtrichtungen hielten sich dabei in Grenzen. Die Betonnierarbeiten werden voraussichtlich am Dienstagabend abgeschlossen sein. Sobald die Vorhalteflächen für die Betonfahrzeuge nicht mehr notwendig sind, wollen die Verantwortlichen mit dem Abbau der Straßenschilder und der Freigabe der zweiten Fahrspur beginnen. Dann soll sich auch die verkehrliche Situation wieder beruhigen.

Unterdessen stellten KVB und Stadt Köln klar, dass das Ausmaß der entwendeten Stahlbefestigungen deutlich geringer ist als vielfach berichtet. So handelt es sich bei offenbar gestohlenen Eisenklammern in ihrer Gesamtheit lediglich um einen Anteil von rund zwei Prozent, die nicht verbaut wurden. Die Verantwortlichen der Arge sprachen auf ihrer Pressekonferenz am Freitag sogar von einer Summe von lediglich einem Prozent des gesamten Eisenmaterials aus Eisen. Allerdings spielen die entwendeten Eisenklammern in der Statik der Schlitzwände nach erfolgtem Aushub der Baugrube eine große Bedeutung, wie der Chef der Bilfinger Ingenieurbau AG, Dr. Jochen Keysberg, auf diesem Termin erläuterte. Die Eisenklammern werden zur horizontalen Stabilisierung der vertikal verlaufenden Bewehrungskörbe verbaut und spielen daher eine wesentliche größere Rolle für die Statik einer solchen Schlitzwand, als es das reine Gewicht aussagen kann, erklärte Keysberg am Freitag vergangener Woche weiter. Einige Medien hatten zwischenzeitlich berichtet, an der Haltestelle Heumarkt würden vier Fünftel des zu verbauenden Eisens fehlen. Das aber entsprechende nicht der Wahrheit, stellten Stadt und KVB abschließend klar.


Linktipp:

28. Februar 2010: Köln: Flutung der Baustelle Heumarkt nicht notwendig?

27. Februar 2010: Nord-Süd-Stadtbahn: Vorflutung findet doch nicht statt

  26. Februar 2010: Nord-Süd-Stadtbahn: Arge will weiter aufklären

25. Februar 2010: Die Schwierigkeit, verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen

24. Februar 2010: Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag

21. Februar 2010: KVB lässt eigene Bauüberwachung prüfen

20. Februar 2010: KVB: Keine Mängel an den Erdankern

19.Febuar 2010: Wendeschleife an der kleinen Sandkaul ist gesperrt

18. Februar 2010: Kölner Hauptausschuss: Knappe drei Stunden Aufklärung

18. Februar 2010: Bilfinger Berger verspricht schonungslose Aufklärung

16. Februar 2010: Lob für KVB-Vorstand – Kritik an Bauausführenden>

15. Februar 2010: KVB hat zusätzliche Maßnahmen eingeleitet

12. Februar 2010: U-Bahn-Baustellen trotz Eisenklaunsicher

9. Februar 2010: KVB: Schlitzwände in den anderen Tunnelbauwerken sind sicher







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