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26. 05. 2012
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KVB lässt eigene Bauüberwachung prüfen


21.02.2010 13:55 von:

Schlagwörter: Köln,Nord-Süd-Stadtbahn,KVB,Bauüberwachung,Prüfung,Anwalt,Wassereinbruch,Waidmar

Die Untersuchungen zum Baupfusch an der Nord-Süd-Stadtbahn gehen weiter. Am heutigen Sonntag verkündete der Bauherr, die Kölner Verkehrsbetriebe AG KVB, dass auch die eigenen Bauüberwachungsleistungen Anlass für eine kritische Kontrolle sind. Bereits Mitte März vergangenen Jahres hat das stadtnahe Unternehmen eine externe anwaltliche Prüfung der Bauüberwachung beauftragt. Auch die eigenen Mitarbeiter werden wegen der jüngsten Ergebnisse der Baumängel befragt. Bereits vor dem Unglück am Waidmarkt habe man Bodengutachter und Prüfstatiker zur Wasserhaltung beauftragt. So habe man am Bauwerk Waidmarkt vor der Fortsetzung der Baumaßnahmen die Standsicherheit überprüft und getestet. So war den Mitarbeitern der KVB bei ihrer Überwachung aufgefallen, dass die Voraussetzungen der wasserrechtlichen Genehmigung nicht eingehalten wurden. So habe man vonseiten der KVB-Überwachung die aufgetretenen Undichtigkeiten und das eintretende Wasser an die bauausführenden Unternehmen gemeldet und dazu aufgefordert, geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten, wie die KVB schrieb. "Ob und inwieweit die vorstehenden Erkenntnisse wirksam verfolgt wurden und vor dem Hintergrund der bekannt gewordenen Täuschungen und Veränderungen von Urkunden in allen Fällen angemessen und richtig reagiert wurde, wird zu klären sein", hieß es dazu weiter.

Die KVB hatte bereits früher bekannt gegeben, dass die Bauüberwachung an den Haltestellenbauwerken Heumarkt und Waidmarkt nach dem Unglück vom 3. März dieses Jahres an ein externes Unternehmen abgegeben wurde. Das Ausmaß der Tricksereien bei der Protokollierung der Bauarbeiten hatten die KVB-Verantwortlichen erst vor wenigen Tagen bei der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses dargestellt. Die Verantwortlichen zeigten sich dabei "entsetzt und fassungslos". Unterdessen droht dem Jahrhundertbauwerk weiteres Ungemach. Meteorologen rechnen in der kommenden Woche aufgrund von angekündigten Regenfällen, milden Temperaturen und dementsprechendem Tauwetter in den Bergen mit einem Frühlingshochwasser von bis zu acht Metern. In diesem Falle, so kündigte die KVB vor einigen Tagen an, müsste die unterirdische Haltestelle Heumarkt geflutet werden.


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