26. 05. 2012
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Ordnungsamt leitet Bußgeldverfahren gegen Hotelbetrieb ein
Das Kölner Ordnungsamt hat einen Beherbergungsbetrieb im Kölner Stadtteil Kalk kontrolliert und dabei zahlreiche Mängel aufgedeckt. Die Kontrollen fanden in den frühen Morgenstunden statt, wie die Stadt noch am gleichen Tag bekannt gab. Bei ihren Überprüfungen stellten die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes zahlreiche Verstöße fest. So waren die Zimmer der Herberge überbelegt, außerdem konnten die vorgeschriebenen Gäste-Meldescheine nicht vorgelegt werden. Aufgrund des Verstoßes gegen das Meldegesetz NW wird gegen den Betreiber ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Eine Person hielt sich illegal in Deutschland auf und wurde von den hinzugezogenen Polizistinnen und Polizisten des Polizeipräsidium Köln in Gewahrsam genommen. Die hygienischen Zustände in der Küche des Betriebs ließen so stark zu wünschen übrig, dass umgehend das städtische Umwelt- und Verbraucherschutzamt eingeschaltet wurde. Dieses hat vor Ort die Schließung der Küche, die Beseitigung sämtlich vorhandener Lebensmittel, fachgerechte Reinigung und Desinfektion, Schädlingsbekämpfung und Entfernung sämtlicher betriebsfremder Gegenstände angeordnet.
Sogar mehrere Waffen wurden bei der Kontrolle gefunden. Sie wurden von der Polizei sichergestellt. Die Feuerwehr stellte auf Veranlassung der Amtsveterinärin zudem einige Tiere sicher, die nicht artgerecht und zum Teil unerlaubt gehalten wurden. Der Hotelbetrieb ist den Behörden keineswegs unbekannt. Der Betrieb war bereits im Mai 2007 negativ aufgefallen. Damals wurde dem Eigentümer des Gebäudes durch Ordnungsverfügung aufgegeben, die Missstände zu beseitigen. Diese Auflagen waren zwischenzeitlich erfüllt worden, so dass er wieder Zimmer vermieten durfte. Vor diesem Hintergrund der wiederholten Ordnungswidrigkeiten prüft das Ordnungsamt, ob der Betrieb weitergeführt werden darf. Als in letzter Zeit die Beeinträchtigungen der Nachbarschaft stark zunahmen, entschied das Ordnungsamt, den Betrieb unter die Lupe zu nehmen. Es fiel zunächst auf, dass in unmittelbarer Nähe die Zahl der Personen, die sich auch bis in die späten Abendstunden im Freien aufhielten, stark zugenommen hatte. Dadurch wurden Anwohner in ihrer Nachtruhe gestört, überdies kam es zu teilweise erheblichen Verunreinigungen, meldete die Stadt abschließend.


























