26. 05. 2012
Seite drucken
Personelle Konsequenzen bei der KVB?
Nachdem der Baukonzern Bilfinger Berger bereits erste personelle Konsequenzen aus dem Skandal um den Pfusch beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn gezogen hat, prüft nun auch der Bauherr, die Kölner Verkehrsbetriebe AG KVB, personelle Konsequenzen. Nachdem in der Vergangenheit neben den Betroffenen, der Initiative "Köln kann auch anders" auch Oberbürgermeister Jürgen Roters und der Kreisverband der Kölner Grünen unverhohlen den Rücktritt des ehemaligen CDU-Kreisvorsitzenden nahegelegt hatten, sieht sich das stadtnahe Unternehmen zum Handeln gezwungen. So meldete die KVB-Pressestelle, dass die "Freistellung" der Projektleitung geprüft werde. Namen nannte das Unternehmen, allerdings gibt es derzeit lediglich zwei Personen, die in der Öffentlichkeit als "Projektleiter" bekannt sind: Rolf Pabst und Horst Heinrichs.
Die Verantwortlichen betonten allerdings, dass diese Maßnahme weder beschlossen sei noch eine Schuldzuweisung bedeute. Vielmehr begründete das Unternehmen diesen Schritt mit der "Fürsorgepflicht" ihren leitenden Angestellten gegenüber. Vielmehr betonte der Vorstand, dass die Projektleitung "in einem außerordentlichen Arbeitseinsatz und Höchstmaß an Offenheit selber an der Aufklärung mitgewirkt und stets kooperativ mit allen beteiligten Stellen zusammengearbeitet hat", hieß es in der Mitteilung weiter.
Unterdessen dauert der Streit um einen Rückzug von Technikvorstand Walter Reinarz weiter an. So soll nach einem Bericht der Kölnischen Rundschau der ehemalige CDU-Politiker zwar grundsätzlich zu einem Rückzug bereit sein. Alleine die Modalitäten scheinen derzeit noch nicht geklärte, wie das Blatt in seiner heutigen Ausgabe berichtete.


























