26. 05. 2012
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Roters reagiert auf offenen Brief der Bauindustrie
In einem offenen Brief hat sich der nordrhein-westfälische Bauindustrieverband an die Stadtspitze gewandt. Darin verurteilt die Interessenvertretung der nordrhein-westfälischen Bauunternehmen eine pauschale Vorverurteilung der Branche und verlangt eine schnelle Aufklärung des Skandals am Bau der Kölner Nord-Süd-Stadtbahn. Angesichts der ständig neuen Spekulationen um die Ursachen der Einsturzkatastrophe vor einem Jahr betonte der Verband, dass die Branche keineswegs korrupt sei oder schlampig arbeite. "Umso wichtiger ist es, verloren gegangenes Vertrauen in die Baubranche durch Transparenz wieder zu gewinnen", fordert Andreas Schmieg, Präsident des Bauindustrieverbandes NRW e.V.. bereits in der vergangenen Woche in einer Presseerklärung. Das "mögliche Versagen der Handelnden" dürfe allerdings keineswegs akzeptiert werden, so die Verbandsspitze weiter.
Die Stadtverwaltung will nun interessierten Verbandsmitgliedern die Möglichkeit einräumen, sich vor Ort in der zur Debatte stehenden unterirdischen Tunnelbaustelle Heumarkt selbst ein Bild zu machen. So können die freigelegten Lamellen besichtigt werden, an denen Gutachter den "Eisenmangel" festgestellt hatten. Sogar einen Einblick in die Schlitzwandprotokolle will Roters den Interessierten gewähren. Auch die zuletzt wieder thematisierten 19 Brunnen in der Baustelle am Waidmarkt, die statt der vier genehmigten deutlich mehr Wasser abgepumpt hatten als eigentlich erlaubt, können eingesehen werden, so die Stadtspitze wetier. Nach kurzer Absprache ließe sich jederzeit ein Besichtigungstermin einrichten, hieß es dazu abschließend.
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