26. 05. 2012
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Sparkasse KölnBonn: Neue dubiose Beraterverträge bestätigt
Die Affäre um die Existenz dubioser Beraterverträge zwischen der Sparkasse KölnBonn (ehemals Stadtsparkasse Köln) und diversen Nutznießern zieht immer weitere Kreise. Nachdem nun die Staatsanwaltschaft Ermittlungen unter anderem gegen Ex-Bürgermeister Josef Müller und Ex-Sparkassenchef Gustav Adolf Schröder aufgenommen, kommen neue Details aus dem Inneren des öffentlichen Kreditinstituts ans Tageslicht. Die Rheinische Post (RP) berichtet in ihrer Dienstagsausgabe, dass es wohl weitere dubiose Beraterverträge zwischen der Sparkasse KölnBonn und einigen "gut gestellten" Geschäftsleuten gibt. Kronzeuge der Zeitung ist kein geringerer als der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma.
Der wiederholte in der Zeitung seine Einschätzung, dass der Ex-Sparkassenchef das Kreditinstitut "wie ein Patriarch" geführt habe. Demnach gehören die nun bestätigten Beraterverträge offenbar auch zu den Unterlagen, die sich derzeit im Besitz der Kölner Staatsanwaltschaft befinden. Die Verträge sollen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Medienstandorts in Köln-Ossendorf (Coloneum) stehen, heißt es in dem Blatt weiter. Das Vier-Augen-Prinzip bei der Beauftragung externer Berater sei in mehreren Fällen missachtet worden, so ein weiterer Vorwurf. Schramma forderte in diesem Zusammenhang eine bessere Bezahlung der kommunalen Mandatsträger im Stadtrat. Deren bislang ehrenamtliche Tätigkeit sei angesichts der Komplexität der zu bewältigenden Aufgaben nicht mehr gewährleistet. Einige Mandatsträger seien insbesondere mit ihrer Arbeit in den Aufsichtsratsgremien überfordert, so Schramma weiter. Insbesondere vonseiten der Grünen wird die Forderung nach einer deutlichen Anhebung der Bezüge von Ratsmitgliedern bereits seit Jahren erhoben.


























