26. 05. 2012
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Stadt beurlaubt VHS-Mitarbeiter
Zugleich sprach die Stadt Köln als Hausherrin ein generelles Hausverbot
aus und drohte weitere arbeitsrechtliche Konsequenzen an.
Der Beschuldigte soll für einen Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich
verantwortlich sein, bedingt durch nicht ordnungsgemäß abgewickelte
Honorarbuchungen. Einen entsprechenden Hinweis erhielt die Leitung der
Weiterbildungseinrichtung bereits Ende vergangener Woche. Am gestrigen
Donnerstag dann durchsuchte die Polizei den Arbeitsplatz des
Tatverdächtigen und nahm den Dienstcomputer des Mannes mit, die Stadt
erstattete bereits Anzeige.
Aufgrund von Kontrollen der Überweisungsaufträge an die Stadtkasse
durch das Finanzreferat der VHS fielen am vergangenen Freitag zwei
nicht stimmige Überweisungsanordnungen für Dozentenhonorare in Höhe von
insgesamt rund 11.000 Euro auf. Daraufhin wurden die gesamten aktuellen
Überweisungsvorgänge gestoppt und Nachforschungen aufgenommen. Diese
ergaben dann, dass Ende September und Anfang Oktober jeweils illegale
Überweisungen auf das Privatkonto des Mitarbeiters erfolgt waren. In
der Folge wurden dem Mitarbeiter die Zugriffsrechte auf die Datenbank
und seine Anordnungsbefugnis entzogen. Rechnungsprüfungsamt und
Personalamt wurden informiert, der Mitarbeiter angehört. Der
Mitarbeiter wies den Vorwurf der Untreue zurück, räumte jedoch
Überweisungen in Höhe von 22.000 Euro auf sein Privatkonto ein.
Die im Raume stehende Schadenssumme soll aber nach Angaben der Stadt
noch um Einiges höher sein. Zwischen Juli und Anfang Oktober 2008 soll
der Beschuldigte in 27 Überweisungsfällen insgesamt ca. 98.000 Euro
nicht rechtmäßig auf sein Privatkonto überwiesen haben. Auch die
Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Der
Betroffene hatte gestern einen Kontoauszug vorgelegt, aus dem
hervorgeht, dass er eine Rückzahlung von 22.000 Euro an die Stadt Köln
veranlasst hat.


























