26. 05. 2012
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UNICEF-Geschäftsführer Garlichs zurückgetreten
Wie am Nachmittag bekannt wurde, hatte Garlichs in einer persönlichen
Erklärung dem Vorstand seinen Rücktritt angeboten. Er übernehme die
Verantwortung und entschuldige bei „allen, die unter der öffentlichen
Diskussion gelitten haben“. Ob der Vorstand den Rücktrittsgesuch
allerdings annehmen wird, stand bis zur Schlusskorrektur dieses Artikel
noch nicht fest.
Ende November vergangenen Jahres veröffentlichte die Frankfurter
Rundschau einen Bericht, wonach Spendenberater hohe Provisionen erhalten haben sollen. In einer anschließenden Überprüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG habe es „Verstöße gegen interne Regelungen“ und „Unregelmäßigkeiten“ gegeben. Zuletzt hatte die Präsidentin von UNICEF Deutschland Heide Simonis am vergangenen
Wochenende ihr Amt niedergelegt.
Garlichs war seit 18 Jahren Geschäftsführer der in Köln ansässige
Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen. In seiner Amtszeit vervierfachte er das jährliche Spendenvolumen hauptsächlich durch private Spenden und den Verkauf von Grußkarten. Im Vorfeld der jüngsten Aufregungen, die nach ersten Presseberichten zwischenzeitlich ein klein wenig zur Ruhe kamen, hatten zahlreiche ehrenamtliche Spendensammler ihr Missfallen und Unverständnis erklärt. In der kommenden Woche wollen die Verantwortlichen des Kinderhilfswerk über die Zukunft von UNICEF Deutschland entscheiden.


























